Posts mit dem Label Symphoniekonzerte 14/15 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Symphoniekonzerte 14/15 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 21. Juli 2015

8. Symphoniekonzert, 20.07.2015

Die Ouvertüre zu Bedřich Smetanas Oper Die verkaufte Braut stimmte gestern schwungvoll und rasant in das letzte Konzert der Spielzeit ein.

Dienstag, 5. Mai 2015

7. Symphoniekonzert, 04.05.2015

Beethoven, Schumann und Mendelssohn - ein klassisch-deutsches Konzert, das gestern ausverkauft war und viel gute Laune verbreitete.

Dienstag, 14. April 2015

6. Symphoniekonzert, 13.04.2015

Ein rein britisches Symphoniekonzert - ein wenig Skepsis war wohl bei einigen vorhanden, doch Justin Brown bewies auch diesmal eine sichere Hand bei Auswahl und Präsentation.

Dienstag, 10. März 2015

5. Symphoniekonzert, 09.03.2015

Zu Beginn erklang die 94. Symphonie von Joseph Haydn. Der nicht von Haydn stammende Beiname "Mit dem Paukenschlag“ ist etwas unklar, denn alle der sogenannten Londoner Symphonien (Nr. 93 - 104) haben Paukenschläge. In englischsprachigen Ländern hat sie den treffenderen Namen "Surprise". Haydn zeigt bei der 94., wie man aus scheinbar wenig sehr viel machen kann.

Dienstag, 3. Februar 2015

4. Symphoniekonzert, 02.02.2015

"Bruckners Achte ist die Krone der Symphonik"
Große Worte fand der rumänische Dirigent Sergiu Celibidache (der als Bruckner-Jünger in der Spätphase seiner Karriere berühmt-berüchtigt wurde für zelebrierte Bruckner-Symphonien mit außergewöhnlich langsamen Tempi und einer buddhistisch inspirierten Klarheit) für das Werk, das den alleinigen Programmpunkt des 4. Symphoniekonzerts bildete.  

Dienstag, 4. November 2014

2. Symphoniekonzert, 03.11.2014

Ein Werk der Komponistin Vivian Fung war bereits letzte Spielzeit in einem Symphoniekonzert zu hören: ihr Harfenkonzert begeisterte und so war es nur folgerichtig, eine weitere Komposition dem Karlsruher Publikum vorzustellen: Dust Devils aus dem Jahr 2011 ist ein knapp zehnminütiges Werk, das all das beeindruckend zeigt, was viele sehr gute Komponisten heute können: eine meisterhafte Orchestrierung, verschiedene Stimmungen und Effekte, spannend arrangiert mit viel Schlagzeug-Einsatz und zum Abschluß ein durch Blechbläser verstärktes lautes Ende. Ein wenig könnte man meinen, daß das -zweifellos sehr gut gemachte- Gebrauchs- oder Filmmusik ist,  Fungs Harfenkonzert hatte etwas mehr Individualität und vielleicht sollte man eher ein weiteres Solokonzert für eines der nächsten Konzerte aussuchen.

Mieczysław Weinberg (*1919 †1996) ist durch seine Oper Die Passagierin einem größerem Publikum bekannt geworden und viele seiner Werke (mehr als 150 Kompositionen, darunter 22 Symphonien) warten auf ihre Entdeckung. Wie der frühere Karlsruher Dramaturg Bernd Feuchtner im sehr interessanten Programmheft beschreibt, wurde Weinbergs Musik in der UdSSR aufgeführt, aber der Westen ignorierte diese so gar nicht avantgardistische Musik, "die sich an der Symphonik des 19. Jahrhunderts orientierte". Nur Schostakowitsch hat sich durchgesetzt, Komponisten wie Weinberg oder Khatchaturian fristen auf den Konzertbühnen bis heute ein Schattendasein. Weinbergs Violinkonzert g-Moll op. 67 (UA 1961) war gestern in deutscher Erstaufführung zu hören. Es ist ein Konzert mit Substanz und Individualität, auch wenn man gelegentlich doch einen Doppelgänger Schostakowitschs zu hören vermeint: den Beginn des 2. Satzes kann man bspw. durchaus verwechseln, doch muß man beachten, daß Schostakowitsch auch von Weinberg beeinflusst wurde und beide sich sehr gut kannten. Die Abhängigkeiten sind durchaus beidseitig möglich: Schostakowitsch klingt vielleicht auch nach Weinberg.
Violinist Linus Roth hat Weinberg 2010 für sich entdeckt und es sich zur Aufgabe gemacht, Weinberg bekannter zu machen. Er spielte bereits zwei CDs mit seiner Musik ein: das Violinkonzert und sechs Violinsonaten. Roth hinterließ mit dem virtuos fordernden Konzert gestern einen sehr guten Eindruck (und einen sehr schönen Violinklang! Seit 1997 spielt Linus Roth die Stradivari „Dancla“ aus dem Jahr 1703, eine Leihgabe der L-Bank Baden-Württenberg). Nach unruhigen und eilendem Beginn wandelt sich das erst entschlossen wirkende Konzert schnell in einen getrieben und flüchtend wirkenden Modus. Die beiden ohne Pause gespielten mittleren Sätze sind langsam, innerlich und wehmütig; vor allem der dritte Satz steigert sich zu einem wunderbar innigen Geigenspiel. Der entspannte und  positive Schlußsatz lässt die Violine singen und dann langsam verklingen. Ein lohnenswertes Konzert und eine schöne Entdeckung, die sich vielleicht nicht beim ersten Hören umfänglich erschließt, aber der Mühe des Einhörens wert ist.
Nach einer Danksagung an das Badische Staatstheater für die Chance, Weinbergs Konzert vor Publikum zu spielen, gab Roth als Zugabe die Sarabande aus Bachs 2. Partita BWV1004.
 
Nach der Pause dann ein beliebter Favorit im Konzertrepertoire: Modest Mussorgskys Bilder einer Ausstellung ist das Ergebnis doppelter Individualität: Mussorgskys großartiger kompositorischer Eingebung und Maurice Ravels imposanter Orchestrierungsphantasie, die sich gegen andere Versionen immer noch souverän durchsetzt. Und auch gestern gab es viel Applaus, Bravos und Jubel für eine mitreißende, orchestral sehr gute, aber nicht ganz fehlerfreie Aufführung der Staatskapelle.

Wir schreiben das Jahr 2014. Zum ersten Mal in der über 300jährigen Geschichte des Karlsruher Orchesters stand eine Dirigentin am Pult der Badischen Staatskapelle: Mei-Ann Chen ist 1973 in Taiwan geboren und kam 1989 in die USA, wo sie als Dirigentin etabliert ist. Ihr Dirigierstil erinnert ein wenig an Leonard Bernstein: sehr körperbetont modelliert sie ihre Vorstellungen nicht nur mit voluminösen Einsatz von Armen und Händen, sondern auch durch starke Bewegungen des Körpers und anscheinend auch durch Mimik. Publikum und Orchester spendeten ihr herzlichen Applaus.

Ein sehr interessantes Konzert, das viele positive Eindrücke hinterließ und hoffentlich Folgen hat: sowohl Fung als auch Weinberg (bspw. mit seinem Cellokonzert oder eine seiner 22 Symphonien) könnten auch zukünftig wieder auf dem Programm stehen, sowohl Mei-Ann Chen und Linus Roth sollten wieder eingeladen werden.

Dienstag, 30. September 2014

1. Symhoniekonzert, 29.09.2014

Mit der kurzen Ouvertüre zur Oper Maskerade des dänischen Komponisten Carl Nielsen begann gut gelaunt die neue Konzertsaison und bereits dieser Einstieg war so gelungen, daß man Nielsen am liebsten noch länger zuhören wollte.

Es folgte eine deutsche Erstaufführung. Dreamscapes (eine Wortschöpfung aus Dream und Landscape, also in etwa Traumschaften) nannte der dänische Komponist Jesper Koch (*1967) sein der Cellistin Michaela Fukačová gewidmetes Cellokonzert. Beide waren bei der deutschen Erstaufführung in Karlsruhe dabei. Während bei vielen neuen Kompositionen die Vielschichtigkeit des Klangbilds beeindruckt und Effekte dominieren, ist Jesper Koch vorrangig ein Erzähler. Sein Cellokonzert ist  überwiegend unaufgeregt mit auftretenden Unruhen. Sein Traum schlägt nie in einen Albtraum um und klingt harmonisch aus. Doch leider fehlt der Musik trotz aller erzählerischen Durchhörbarkeit das Traumhafte und die landschaftliche Ausstrahlungskraft. Der Name Dreamscapes verspricht ein wenig mehr, als das Stück zu halten vermag. Komponist und Cellistin bekamen herzlichen Applaus für ein schönes, aber für einige vielleicht nicht restlos überzeugendes Konzert.

Nach der Pause folgte die 1. Symphonie von Gustav Mahler - der Erstling, der aber kein Anfang ist. Nun ist Justin Brown ja schon einige Jahre als GMD in Karlsruhe und mein persönlich stärkstes, schönstes und nachhaltigstes Erlebnis seiner Konzerthistorie war sein Dirigat der rekonstruierten 10. Symphonie von Mahler. Eine über Tage anhaltende Begeisterung, an die ich mich gerne erinnere. Meine Vorfreude war also groß und wurde gestern nicht enttäuscht. Mit über 100 Musikern spielte die Badische Staatskapelle und ihr Dirigent eine wunderbar gelungene und mitreißende 1. Symphonie, bei der alle Instrumentengruppen einen ausgezeichneten Eindruck hinterließen und Justin Brown stets die richtige Wahl traf und Mahlers Symphonie mit perfektem Ausdruck präsentierte. Der Jubel des Publikums für Orchester und Dirigent war hochverdient. An alle ein dankbares und begeistertes BRAVO für diese beeindruckende Aufführung!

Freitag, 16. Mai 2014

Vorschau: Symphoniekonzerte 2014/15


Eine schöne Zusammenstellung: Beliebtes und Unbekanntes, mehrere deutsche Erstaufführungen und Ungehörtes (Stücke von Weinberg und Vivian Fung).

1. SYMPHONIEKONZERT

Carl Nielsen - Ouvertüre zur Oper „Maskerade”
Jesper Koch - Dreamscapes / Konzert für Violoncello und Orchester (DT. ERSTAUFFÜHRUNG)
Gustav Mahler - Symphonie Nr. 1 D-Dur

Michaela Fukačová - Violoncello
Justin Brown - Dirigent
28.9.14  & 29.9.14 


2. SYMPHONIEKONZERT
Vivian Fung - Dust Devils
Mieczysław Weinberg - Violinkonzert g-Moll op. 67 (DT. ERSTAUFFÜHRUNG)
Modest Mussorgsky - Bilder einer Ausstellung (Orchestrierung Maurice Ravel)

Linus Roth - Violine
Mei-Ann Chen - Dirigentin
2.11.14  & 3.11.14 


3. SYMPHONIEKONZERT
Viktor Ullmann - Don Quixote tanzt Fandango
Thomas Larcher - Konzert für Violine, Violoncello und Orchester (DT. ERSTAUFFÜHRUNG)
Richard Strauss - Ein Heldenleben op. 40

Viktoria Mullova - Violine
Matthew Barley - Violoncello
Justin Brown - Dirigent
23.11.14  & 24.11.14 


4. SYMPHONIEKONZERT
Anton Bruckner - Symphonie Nr. 8 c-Moll
Justin Brown - Dirigent
1.2.15  & 2.2.15 


5. SYMPHONIEKONZERT
Stadtjubiläum 300 Jahre Karlsruhe
Joseph Haydn - Symphonie Nr. 94 G-Dur „Mit dem Paukenschlag“
Wolfgang Amadeus Mozart - Klavierkonzert Nr. 14 Es-Dur KV 449
Wolfgang Rihm - Capriccio für Klavier und Orchester (URAUFFÜHRUNG, AUFTRAGSWERK DER STADT KARLSRUHE)
Wolfgang Rihm - Über die Linie VIII (URAUFFÜHRUNG, AUFTRAGSWERK DER STADT KARLSRUHE)

Justin Brown - Klavier & Dirigent
8.3.15  & 9.3.15 


6. SYMPHONIEKONZERT
Edward Elgar - Enigma Variationen op. 36
Thomas Adès - Konzert für Violine und Orchester „Concentric Paths“
Ralph Vaughan Williams - Symphonie Nr. 5 D-Dur

Augustin Hadelich - Violine
Justin Brown - Dirigent
12.4.15  & 13.4.15 


7. SYMPHONIEKONZERT
Robert Schumann - Konzertstück für vier Hörner und Orchester op. 86
Felix Mendelssohn Bartholdy - Symphonie Nr. 2 B-Dur „Lobgesang“ op. 52

Dominik Zinsstag, Frank Bechtel, Jörg Dusemund & Peter Bühl - Horn
Ks. Ina Schlingensiepen - Sopran
Stefanie Schaefer-  Mezzosopran
Ks. Klaus Schneider - Tenor
Chor & Extrachor
Ulrich Wagner - Choreinstudierung
Johannes Willig - Dirigent
3.5.15  & 4.5.15 


8. SYMPHONIEKONZERT
Bedřich Smetana - Ouvertüre zu „Die verkaufte Braut”
Miroslav Srnka - Konzert für Klavier und Orchester (DT. ERSTAUFFÜHRUNG)
Hector Berlioz - Symphonie fantastique

Nicolas Hodges - Klavier
Cornelius Meister - Dirigent
19.7.15  & 20.7.15 


Besondere Aufmerksamkeit verdienen auch:

2. SONDERKONZERT

Ludwig van Beethoven - Violinkonzert D-Dur op. 61
Jean Sibelius - Symphony Nr. 2 D-Dur op. 43

Patricia Kopatchinskaja - Violine
Sir Roger Norrington - Dirigent
RSO STUTTGART DES SWR
18.1.15

KONZERT DES BUNDESPRÄSIDENTEN
Orchester des Helmholtz-Gymnasiums Karlsruhe (Hans-Jochen Stiefel - Leitung)
Badische Staatskapelle
Justin Brown - Dirigent
23.6.15 20.00


PS: Hallo liebes Badisches Staatstheater
,
Bruckners 8. Symphonie ist wirklich ein gigantisches Werk ("Die Krone der Symphonik", wie ein großer Dirigent sie einst bezeichnete). Nun hat Sergiu Celibidache tatsächlich knapp 100 Minuten dafür benötigt, aber bei Justin Brown könnte man vermuten, daß er eher eine Lesart wie bei Carl Schuricht bevorzugt und unter 80 Minuten bleibt. Sollte man dann nicht eine Pause und ein kleines Vorstück einbauen?