Die gestrige Fledermaus-Operngala unterschied sich nur in zwei wesentlichen Besetzungen von der Premiere: als Gäste hatte man die norwegischen Sopranistin Solveig Kringelborn als Rosalinde und Martin Gantner aus dem Ensemble der Bayerischen Staatsoper als Eisenstein engagiert. Gantner hinterließ stimmlich und szenisch einen sehr guten Eindruck und bekam völlig zu Recht den meisten Applaus des Abends. Man hatte bei ihm den Eindruck, einen sehr gut vorbereiteten und professionellen Sänger zu erleben, der nicht improvisiert und dennoch der Vorstellung seinen eigenen Stempel aufdrückt. Kringelborn hat eine beeindruckende Stimme; nur schade, daß sie gestern nicht ihren besten Tag erwischt hatte. Dafür gab es hauseigene Sänger, die den hohen musikalischen Standard des Abends erneut sicherstellten, allen voran eine sehr souveräne Ina Schlingensiepen. Und auch Christina Bock ist eine Klasse für sich: sie ist gerade erst von der Musikhochschule in dieser Spielzeit ins Ensemble gewechselt und es fällt leicht, ihre eine Karriere vorauszusagen. Ihre Rolle als Orlofsky (bzw. hier als greiser Herbert von Karajan) singt und spielt sie meisterhaft. Und auch den Chor und Justin Brown am Pult der Badischen Staatskapelle muß man herausheben. Viel Freude hat man bei dieser Fledermaus aus musikalischen Gründen.
Seit 1988 bin ich steter Besucher des Badischen Staatstheaters. Bei vielen Opern-, Theater-, Konzert- und Ballettvorstellungen im Jahr und Besuchen in anderen Städten verliert man schon mal den Überblick. Dieser Tagebuch-Blog dient mir seit der Spielzeit 2011/12 als elektronische Erinnerung. Bitte beachten Sie meine Intention: ich bin kein Journalist oder Kritiker, sondern schreibe hier lediglich persönliche Eindrücke, private Ansichten und Vermutungen für mich und Angehörige nieder.
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Montag, 20. Januar 2014
Sonntag, 15. Dezember 2013
Strauß - Die Fledermaus, 14.12.2013
Was für eine vermurkste und sinnschwache Inszenierung der Fledermaus! Die gestrige Premiere endete mit gespaltenen Reaktionen - viel Applaus für Sänger und Musiker und Kopfschütteln für eine gruselige Regie.
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