Oh je! .... Vergleiche können schmerzen, vor allem wenn sie stets einseitig zu Ungunsten ausfallen. Aber dennoch sind Vergleiche ein zuverlässiger Indikator, um das Gute vom Besseren zu unterscheiden. Bei der gestrigen Premiere waren Vergleiche unvermeidbar: die Messlatte lag hoch ... leider zum wiederholten Male zu hoch für das Karlsruher Schauspiel. In den letzten 15 Jahren wurde man als Zuschauer von Shakespeare-Komödien im Badischen Staatstheater verwöhnt: Wie es euch gefällt war zuletzt 1998 in der turbulenten und witzigen Regie des damaligen Schauspielleiters Peter Schroth ein phantasievolles Theaterfest, 2006 gab es einen Sommernachtstraum, der reich an Höhepunkten war und den Lachmuskeln alles abforderte und 2008 folgte eine sehr schöne und geglückte Inszenierung von Was ihr wollt. Alle drei setzten Maßstäbe, die leider gestern eine unüberwindbare Hürde darstellten. Die gestrige Premiere konnte dem Vergleich leider nicht standhalten. Shakespeare 2013 in Karlsruhe: kein Witz, kein Tempo, kein Rhythmus, sehr wenig Einfälle und nur teilweise Spielfreude.
Seit 1988 bin ich steter Besucher des Badischen Staatstheaters. Bei vielen Opern-, Theater-, Konzert- und Ballettvorstellungen im Jahr und Besuchen in anderen Städten verliert man schon mal den Überblick. Dieser Tagebuch-Blog dient mir seit der Spielzeit 2011/12 als elektronische Erinnerung. Bitte beachten Sie meine Intention: ich bin kein Journalist oder Kritiker, sondern schreibe hier lediglich persönliche Eindrücke, private Ansichten und Vermutungen für mich und Angehörige nieder.
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Freitag, 22. März 2013
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