Um der gestrigen Premiere von Büchners Dantons Tod gerecht zu werden, muß man zweierlei Maß anlegen. Als regelmäßiger Schauspielbesucher wird man die Inszenierung dürftig, einfallslos und belanglos finden, ABER: die Zielgruppe dieser Produktion ist auch speziell - Büchners Text ist aktuell Pflichtlektüre für die gymnasiale
Oberstufe. Die Inszenierung richtet sich an Schüler und will den
Text verständlich aufbereiten. "Dabei wird" -laut Staatstheater- "ein Schwerpunkt auf die originale Sprache Büchners und seine Auseinandersetzung mit der Rhetorik der Revolution gelegt". Ob Dantons Tod also gelungen ist, müssen Schüler und Pädagogen beurteilen. Für ein kundiges Publikum ist der Abend zwar auf harmlose Art unterhaltend, allerdings nur mit ziemlich schwacher Aussage.
Seit 1988 bin ich steter Besucher des Badischen Staatstheaters. Bei vielen Opern-, Theater-, Konzert- und Ballettvorstellungen im Jahr und Besuchen in anderen Städten verliert man schon mal den Überblick. Dieser Tagebuch-Blog dient mir seit der Spielzeit 2011/12 als elektronische Erinnerung. Bitte beachten Sie meine Intention: ich bin kein Journalist oder Kritiker, sondern schreibe hier lediglich persönliche Eindrücke, private Ansichten und Vermutungen für mich und Angehörige nieder.
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Freitag, 23. November 2012
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