Dünnes Komödchen
Manche Liebe begründet sich nicht im weil, sondern im obwohl. How to date a feminst ist eine romantische Komödie, bei der ein Paar auf harmlose Hindernisse stößt, zweifelt und sich selbst im Weg steht - und das alles vor der
Folie eines konstruierten Schubladendenkens, das Stereotype benötigt, um funktionieren zu können. Im Zeitraffer vergehen 18 Monate in 90 Minuten, für Entwicklungen ist keine Zeit: Kennenlernen, Zusammenkommen, Heiratsantrag, Hochzeit, Trennung und Versöhnung. Es geht Schlag auf Schlag, doch ohne Tiefgang, die Figuren bleiben auf der Strecke. Sowohl Text als auch Inszenierung kommen über Ansätze und Klischees nicht hinaus. Es fehlen Zauber, Reiz und Gefühl. Man kocht ein dünnes Komödchen aus üblichen Zutaten, richtet es hübsch an, doch über den faden Geschmack kann man nicht hinwegtäuschen. Die zweite von drei Komödien (Premiere war kurz vor Weihnachten) in Anna Bergmanns Versuch eines humorigen Winter-Specials (na ja, da ist noch deutliches Steigerungspotential)-: löst ebenfalls keine Lachsalven aus und bleibt betulich und flach.
Seit 1988 bin ich steter Besucher des Badischen Staatstheaters. Bei vielen Opern-, Theater-, Konzert- und Ballettvorstellungen im Jahr und Besuchen in anderen Städten verliert man schon mal den Überblick. Dieser Tagebuch-Blog dient mir seit der Spielzeit 2011/12 als elektronische Erinnerung. Bitte beachten Sie meine Intention: ich bin kein Journalist oder Kritiker, sondern schreibe hier lediglich persönliche Eindrücke, private Ansichten und Vermutungen für mich und Angehörige nieder.
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Mittwoch, 27. Februar 2019
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