Die gestrige Premiere von Endstation Sehnsucht bewies, was für ein großartiger Autor Tennessee Williams war. Leider wurde dieser Beweis dem Publikum erbracht trotz einer lauwarmen und unrunden Inszenierung und obwohl der Regisseur den Text nicht nur massiv kürzte und dennoch den Worten des Autors nicht vertrauend neue Sätze und Szenen hinzu erfand, um seine Figuren zu charakterisieren. Was vordergründig gelang und durchaus auch immer wieder spannend war, gelang meistens entgegen der Regie und dank der Qualität des Stücks. Die gestrige Premiere zeigte also mal wieder vieles, was im Schauspiel des Badischen Staatstheater zur Zeit suboptimal läuft.
Seit 1988 bin ich steter Besucher des Badischen Staatstheaters. Bei vielen Opern-, Theater-, Konzert- und Ballettvorstellungen im Jahr und Besuchen in anderen Städten verliert man schon mal den Überblick. Dieser Tagebuch-Blog dient mir seit der Spielzeit 2011/12 als elektronische Erinnerung. Bitte beachten Sie meine Intention: ich bin kein Journalist oder Kritiker, sondern schreibe hier lediglich persönliche Eindrücke, private Ansichten und Vermutungen für mich und Angehörige nieder.
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Freitag, 22. November 2013
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