Die aufmerksamen Stammzuschauer des Badischen Staatstheaters waren von den Besucherzahlen der Spielzeit 2013/14 überrascht und irritiert. Und tatsächlich scheint es diskutabel, wie seriös sich das Badische Staatstheater mit seinen Zahlen präsentiert.
Im Vorwort zum Magazin Nr. 12 schreibt Peter Spuhler: "Zum Ende der vergangenen Spielzeit konnten wir uns erneut über gestiegene Besucherzahlen freuen (335.000)."
Bei den langjährigen Besuchern des Badischen Staatstheaters wurde die Freude wahrscheinlich schnell durch Skepsis überlagert. Und tatsächlich: Besucherzahlen sind keine Zuschauerzahlen. In Karlsruhe hat man in der Spielzeit 2013/14 ca. 305.000 Eintrittskarten für Vorstellungen des Badischen Staatstheaters abgesetzt.
Wie kommt die Fehldifferenz von ca. 30.000 Besuchern zustande?
Einerseits sind das Abonnenten und Zuschauer anderer Theater, die Gastspiele des Badischen Staatstheaters in anderen Städten besucht haben, auch die thailändischen Besucher, die das Gastspiel des Badischen Staatsballetts in Bangkok sahen oder den Tannhäuser in Korea. Dazu kommen all die Besucher, die ohne Eintrittskarte bei kostenlosen Veranstaltungen, Begleitprogrammen und Führungen zugegen waren. In den offiziellen Statistiken und Jahrbüchern zählt das meines Wissens nicht: dort wird man die oben genannte niedrigere Zahl finden.
Zahlen im Überblick
305.000 Eintrittskarten für Vorstellungen des Badischen Staatstheaters in Karlsruhe und dennoch ist die Auslastung auf ca. 80% gesunken (2012/13: 85%, ca. 300.00 Eintrittskarten / 2011/12: 81%, ca. 275.500 Eintrittskarten / 2010/11: 84%, ca. 277.000 Eintrittskarten)
Der Grund für die gesunkene Auslastung liegt darin, daß die Anzahl der Vorstellungen massiv gestiegen ist. Gab es 2011/12 noch 786, waren es 2012/13 bereits 883 und in der letzten Saison 985 Aufführungen. (Zum Vergleich: 1989/1990: 554
Vorstellungen mit ca. 365.000 Zuschauer und 90% Auslastung.) Es gibt also so viele Vorstellungen wie noch nie, der Besucherzuwachs ist quantitativ erzeugt.
Im Kritik-Kreuzfeuer
Wieso diese seltsame und mit früheren Jahren nicht vergleichbare "Besucherzahl"? Ist das nur Public Relations? Die Zahl wird aber nur von wenigen wahrgenommen und selten hinterfragt. Die Karlsruher Intendanz fühlt sich anscheinend nicht fest im Sattel sitzend. Man könnte den Eindruck haben, als ob es sich um eine geschönte Gesamtzahl handelt, die der Intendanz etwas Luft und Zustimmung verschaffen soll. Peter Spuhler hat noch einen Vertrag für die nächsten sieben Jahre, um
die Sanierung und den Neubau zu erledigen. Doch mit einer anderen
Baustelle scheint es mehr Mühe zu geben: die Hebung der künstlerische
Leistungsfähigkeit in Schauspiel und Oper sollte endlich stärkere
Aufmerksamkeit bekommen und Resultate zeigen. Es fehlt an Souveränität in beiden Sparten.
Fazit: Das Badische Staatstheater gibt ein gutes Beispiel, wie aussageschwach Statistiken sein können. Belastbare und aussagefähige Zahlen sind in Karlsruhe nicht transparent. Was quantitativ positiv erscheinen mag, kaschiert aktuell nur die Probleme und qualitativen Defizite am Haus.
Seit 1988 bin ich steter Besucher des Badischen Staatstheaters. Bei vielen Opern-, Theater-, Konzert- und Ballettvorstellungen im Jahr und Besuchen in anderen Städten verliert man schon mal den Überblick. Dieser Tagebuch-Blog dient mir seit der Spielzeit 2011/12 als elektronische Erinnerung. Bitte beachten Sie meine Intention: ich bin kein Journalist oder Kritiker, sondern schreibe hier lediglich persönliche Eindrücke, private Ansichten und Vermutungen für mich und Angehörige nieder.
Posts mit dem Label Spielzeit 2013/2014 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Spielzeit 2013/2014 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Mittwoch, 20. August 2014
Freitag, 25. Juli 2014
Rückblick (3) - Die Spielzeit 2013/14 des Badischen Staatstheaters
Die Kunst ist, das Gesamtpaket zu schnüren
Das Badische Staatstheater ist auch drei Jahre nach dem Intendanzwechsel noch nicht auf dem angemessenen Leistungsniveau angekommen und vor allem künstlerisch hat die Intendanz Spuhler weiterhin ihre Defizite. Doch am Ende einer langen Spielzeit soll etwas anderes zu Beginn stehen:
Viel Lob für Ballett, Orchester, Chor und Einzelkünstler
Wieder einmal glänzte das Karlsruher Ballett und der Höhepunkt war Reginald Oliveiras spannende Choreographie in der Mythos-Trilogie. Viele Opernsänger und einige Schauspieler konnten Ausrufezeichen setzen, die Händel Festspiele waren im besten und schönsten Sinne Festspiele. Viele leisten Abend für Abend Besonderes und folgende möchte ich hervorheben:
And the Oscar goes to......
Publikumsliebling Ballett
Der tänzerischen und körperlichen Leistungsfähigkeit des Karlsruher Staatsballetts kann man nur höchsten Respekt zollen. Und tatsächlich hat man die Besucherzahlen um sensationelle 9% gesteigert. Das Ballett Birgit Keils ist die Vorzeigesparte bei der das Gesamtpaket aus Qualität, Anspruch und Umsetzung stimmt.
Oper im Abseits
Die Besucherzahlen der Oper stagnieren (trotz oder wegen der Programmgestaltung, je nach Standpunkt) in den letzten drei Jahren auf niedrigem Niveau. Zum Glück hat man immer noch ein sehr treues Publikum in Karlsruhe. Wenn es nur nach Zahlen gehen würde, müsste man zwar nicht den (jetzt kommenden) Abgang der Opernleitung fordern, aber ein Überdenken der bisherigen Planungsweise erscheint notwendig. Für Opern-Liebhaber war es in den letzten drei Jahren ein Programm, das viel Neues und Ungehörtes nach Karlsruhe brachte, aber zu selten restlos begeisterte: programmatisch oft zu ernst und zu sperrig, mit teilweise wenig variablen Monatsprogrammen und zu wenig Fokus auf die Sänger. Man kann gespannt sein, welche Änderungen der neue Operndirektor vornehmen wird und welche Sänger er austauscht bzw. holt.
In der Oper gab es in der abgelaufenen Spielzeit die ganze Bandbreite an Erlebnissen. Das Jahr bot einen stabil inszenierten Maskenball, die Fledermaus war hingegen nur ein Hörerlebnis, das visuell keine mehrfachen Besuche lohnte. Dr. Atomic lag zwischen Hochspannung / Begeisterung (1.Akt) und Langeweile (2.Akt). Die Händel Festspiele waren das Highlight der Spielzeit mit einer fast perfekten Zusammenstellung und einem Riccardo Primo, der überregional viel für das Badische Staatstheater erreichte. Wagners Meistersinger erwiesen sich als grandios und sehr speziell: umstritten, spannend und selbstbezüglich. Der Doppelabend Ravel/Strawinsky zeigte Ordentliches. Gerade erst erfolgte mit Boris Godunow die letzte, wieder nur musikalisch überzeugende Premiere.
Die kommende Spielzeit liegt noch überwiegend in der Verantwortung von Schaback/Feuchtner. Folgende Programmlinien lassen sich über die vergangen drei Jahre und die kommende Spielzeit identifizieren:
Konzertprogramm mit Handschrift
Auch bei den Konzerten hat sich in den letzten Jahren einiges getan und vor allem wurde hier bisher der Mut belohnt, weniger Bekanntes und Neues zu spielen. Die Zuschauerzahlen sind auf hohem Niveau fast konstant. Vorbildlich und spannend auch in der kommenden Konzertsaison, auf die man sich freuen kann. Bravo!
Weniger Lob
Zur vermeintlichen Halbzeit der damals noch nicht verlängerten Intendanz hatte ich einige Kritikpunkte (die sich hier befinden). Vielleicht lege ich heutzutage einfach den falschen Maßstab an, wenn ich vom Badischen Staatstheater erwarte, mich zum Nachdenken zu bringen, mich zu inspirieren, zu begeistern oder zu verblüffen, um mich Jahre später noch an besondere Momente, Aufführungen und Inszenierungen lebhaft erinnern zu können. Intendanz (mehr hier im ersten Teil des Rückblicks) und Schauspiel (mehr auch hier in Teil 2) bewegen sich bisher nicht auf der Höhe meiner Erwartungen, dem Gesamtpaket mangelt es (noch) an Substanz.
Besucherzahlen steigen um 3%!
Bei den Gesamtbesucherzahlen (ca 310.000) kann man sich glücklicherweise dennoch weiter stabilisieren. Das Ballett ist weiterhin mit 90% Auslastung Spitzenreiter (ca 52.500 Zuschauer) und hat den größten Zuwachs. Quasi stagnierende Besucherzahlen haben 2013/14 Oper (ca 104.500 Besucher ), Konzert (ca 36.000) und das Kindertheater (ca 33.000). Auch im Schauspiel (ca 85.000) legte man trotz weiterhin bestehender Defizite zu, doch hier hat man am stärksten aus seinen Fehlern gelernt. Das Karlsruher Schauspiel ist allerdings auch das beste Beispiel, daß gute Zahlen kein Beleg für gute Qualität sind.
Es heißt zu Recht, man solle nur der Statistik glauben, die man selber erstellt hat. Leider agiert man am Badischen Staatstheater immer noch nicht transparent: komplette und belastbare Statistiken werden (noch) nicht veröffentlicht. Anscheinend konnte sich das Schauspiel durch die konsequenten Besuche von Schulklassen in den letzten beiden Jahren deutlich nach oben bewegen. Auch die Anzahl der Aufführungen hat man wahrscheinlich gesteigert und die bisherigen Mißerfolge wurden schneller aus dem Spielplan genommen. Interessant wäre in allen Sparten eine Aufgliederung der Besucherzahlen nach Vollpreis/Ermäßigungen/Stehplätzen, Abo/freier Verkauf, Anzahl der Aufführungen und Auslastung.
FAZIT: Das Ballett ist weiterhin die Lieblingssparte der Karlsruher, der Oper fehlen die Zuschauer, die es aufgrund seiner Bedeutung und Leistungsfähigkeit benötigt, während das Schauspiel vordergründig gut dasteht, obwohl es sich immer wieder hilf- und ratlos präsentierte und es an guten Hauptrollenschauspielern mangelt. Die Bemühungen und Anstrengungen um Normalisierung sind vorhanden, aber es mangelt der Intendanz bisher (noch) an künstlerischem Format.
Im Hinblick auf die notwendigen Veränderungen am Badischen Staatstheater kann man nur hoffen, daß Öffentlichkeit und Presse sich nicht mit oberflächlichen Analysen und vordergründigen Wertigkeiten abspeisen lassen. Erfolg ist Nachhaltigkeit ist Qualität. An einigen Stellen hat man in den letzten drei Jahren Strohfeuer entzündet, an deren Nachhaltigkeit man Zweifel haben muß.
In eigener Sache:
HERZLICHEN DANK für Ihr Interesse und Ihre Kommentare. Über 85.000 Seitenaufrufe in der abgelaufenen Spielzeit und überregionale Leser, die das Badische Staatstheater mit seinen Stärken und Schwächen, seinen Künstlern und treuem Publikum verstärkt wahrnehmen, sind weiterhin eine Verpflichtung dieses Tagebuch öffentlich zu halten.
ÜBERSICHT:
Oper:
Adams - Dr. Atomic
Britten - Peter Grimes
Händel - Riccardo Primo
Händel - Rinaldo
Mussorgsky - Boris Godunow
Ravel - Das Kind und die Zauberdinge
Strauß - Die Fledermaus
Strawinsky - Die Nachtigall
Verdi - Ein Maskenball
Wagner - Der fliegende Holländer
Wagner - Die Meistersinger von Nürnberg
Weinberg - Die Passagierin
Ballett:
Ballett-Gala
Mythos
Sissi (Gastspiel des Balletts Hannover)
Tschaikowsky - Dornröschen
Tschaikowsky - Nußknacker
Schauspiel:
Hübner/Nemitz - Richtfest
Kaiser - Gas I/II
Lausund - Benefiz
Schiller - Kabale und Liebe
Schnitzler - Der einsame Weg
Shakespeare - Ein Sommernachtstraum
Williams - Endstation Sehnsucht
Konzerte:
8 Symphoniekonzerte
Franco Fagioli - Arien für Caffarelli
Diverses:
Händel Festspiele 2014
Theaterfest 2013
PS: Nur zum privaten Gebrauch / persönliche Statistik für die Spielzeit 2013/2014:
19 Opernbesuche / 11 Produktionen
9 Konzertbesuche / 9 Konzerte
8 Schauspielbesuche / 7 Produktionen
5 Ballettbesuche / 5 Produktionen
Theaterfest
Fazit: 42 Abende im Badischen Staatstheater. Es gab halt schon schönere Jahre: spannender, inspirierender, künstlerisch erfüllter ....
Das Badische Staatstheater ist auch drei Jahre nach dem Intendanzwechsel noch nicht auf dem angemessenen Leistungsniveau angekommen und vor allem künstlerisch hat die Intendanz Spuhler weiterhin ihre Defizite. Doch am Ende einer langen Spielzeit soll etwas anderes zu Beginn stehen:
Viel Lob für Ballett, Orchester, Chor und Einzelkünstler
Wieder einmal glänzte das Karlsruher Ballett und der Höhepunkt war Reginald Oliveiras spannende Choreographie in der Mythos-Trilogie. Viele Opernsänger und einige Schauspieler konnten Ausrufezeichen setzen, die Händel Festspiele waren im besten und schönsten Sinne Festspiele. Viele leisten Abend für Abend Besonderes und folgende möchte ich hervorheben:
And the Oscar goes to......
- Bruna Andrade und Flavio Salamanka in Reginaldo Oliveriras Der Fall M. des Mythos Ballettabends!
- Armin Kolarczyk als Oppenheimer in Dr. Atomic und Beckmesser in den Meistersingern - für mich der Sänger der Spielzeit!
- großartige Sänger im Maskenball: Ewa Wolak und Barbara Dobrzanska sowie Andrea Shin und Seung-Gi Jung boten hochspannende Aufführungen!
- Franco Fagioli für sein Solo-Konzert und seinen Auftritt im unvergesslichen Riccardo Primo!
- Lisa Schlegel als unersetzbare und unvergleichliche Darstellerin in Richtfest und Benefiz!
- Gunnar Schmidt schuf für mich mit seiner großartigen Interpretation des Soziologieprofessors Ludger in Richtfest die Figur der Saison - komisch mit jeder Faser. Bravo!
- Chor und Orchester, die konstant ihr Potential abrufen!
- den Kartenvorverkauf, der mir seit Jahr und Tag kompetent hilft, meine vielen Eintrittskarten zu bekommen!
Publikumsliebling Ballett
Der tänzerischen und körperlichen Leistungsfähigkeit des Karlsruher Staatsballetts kann man nur höchsten Respekt zollen. Und tatsächlich hat man die Besucherzahlen um sensationelle 9% gesteigert. Das Ballett Birgit Keils ist die Vorzeigesparte bei der das Gesamtpaket aus Qualität, Anspruch und Umsetzung stimmt.
Oper im Abseits
Die Besucherzahlen der Oper stagnieren (trotz oder wegen der Programmgestaltung, je nach Standpunkt) in den letzten drei Jahren auf niedrigem Niveau. Zum Glück hat man immer noch ein sehr treues Publikum in Karlsruhe. Wenn es nur nach Zahlen gehen würde, müsste man zwar nicht den (jetzt kommenden) Abgang der Opernleitung fordern, aber ein Überdenken der bisherigen Planungsweise erscheint notwendig. Für Opern-Liebhaber war es in den letzten drei Jahren ein Programm, das viel Neues und Ungehörtes nach Karlsruhe brachte, aber zu selten restlos begeisterte: programmatisch oft zu ernst und zu sperrig, mit teilweise wenig variablen Monatsprogrammen und zu wenig Fokus auf die Sänger. Man kann gespannt sein, welche Änderungen der neue Operndirektor vornehmen wird und welche Sänger er austauscht bzw. holt.
In der Oper gab es in der abgelaufenen Spielzeit die ganze Bandbreite an Erlebnissen. Das Jahr bot einen stabil inszenierten Maskenball, die Fledermaus war hingegen nur ein Hörerlebnis, das visuell keine mehrfachen Besuche lohnte. Dr. Atomic lag zwischen Hochspannung / Begeisterung (1.Akt) und Langeweile (2.Akt). Die Händel Festspiele waren das Highlight der Spielzeit mit einer fast perfekten Zusammenstellung und einem Riccardo Primo, der überregional viel für das Badische Staatstheater erreichte. Wagners Meistersinger erwiesen sich als grandios und sehr speziell: umstritten, spannend und selbstbezüglich. Der Doppelabend Ravel/Strawinsky zeigte Ordentliches. Gerade erst erfolgte mit Boris Godunow die letzte, wieder nur musikalisch überzeugende Premiere.
Die kommende Spielzeit liegt noch überwiegend in der Verantwortung von Schaback/Feuchtner. Folgende Programmlinien lassen sich über die vergangen drei Jahre und die kommende Spielzeit identifizieren:
- Wagner: Lohengrin - Tannhäuser - Meistersinger -> Parsifal
- Französische Oper: Berlioz - Spontini - Ravel/Strawinsky -> Gluck
- Oper des 20. Jahrhunderts: Delius - Britten - Ravel/Strawinsky -> Krása
- Politische Oper: Wallenberg - Die Passagierin - Dr. Atomic -> Fantasio
- Operette: Offenbach - Künneke - Strauss -> Offenbach
- Verdi: Rigoletto - / - Maskenball -> Falstaff
- Händel Festspiele: Alessandro - Triumph of ... - Riccardo I. ->Teseo
Konzertprogramm mit Handschrift
Auch bei den Konzerten hat sich in den letzten Jahren einiges getan und vor allem wurde hier bisher der Mut belohnt, weniger Bekanntes und Neues zu spielen. Die Zuschauerzahlen sind auf hohem Niveau fast konstant. Vorbildlich und spannend auch in der kommenden Konzertsaison, auf die man sich freuen kann. Bravo!
Weniger Lob
Zur vermeintlichen Halbzeit der damals noch nicht verlängerten Intendanz hatte ich einige Kritikpunkte (die sich hier befinden). Vielleicht lege ich heutzutage einfach den falschen Maßstab an, wenn ich vom Badischen Staatstheater erwarte, mich zum Nachdenken zu bringen, mich zu inspirieren, zu begeistern oder zu verblüffen, um mich Jahre später noch an besondere Momente, Aufführungen und Inszenierungen lebhaft erinnern zu können. Intendanz (mehr hier im ersten Teil des Rückblicks) und Schauspiel (mehr auch hier in Teil 2) bewegen sich bisher nicht auf der Höhe meiner Erwartungen, dem Gesamtpaket mangelt es (noch) an Substanz.
Besucherzahlen steigen um 3%!
Bei den Gesamtbesucherzahlen (ca 310.000) kann man sich glücklicherweise dennoch weiter stabilisieren. Das Ballett ist weiterhin mit 90% Auslastung Spitzenreiter (ca 52.500 Zuschauer) und hat den größten Zuwachs. Quasi stagnierende Besucherzahlen haben 2013/14 Oper (ca 104.500 Besucher ), Konzert (ca 36.000) und das Kindertheater (ca 33.000). Auch im Schauspiel (ca 85.000) legte man trotz weiterhin bestehender Defizite zu, doch hier hat man am stärksten aus seinen Fehlern gelernt. Das Karlsruher Schauspiel ist allerdings auch das beste Beispiel, daß gute Zahlen kein Beleg für gute Qualität sind.
Es heißt zu Recht, man solle nur der Statistik glauben, die man selber erstellt hat. Leider agiert man am Badischen Staatstheater immer noch nicht transparent: komplette und belastbare Statistiken werden (noch) nicht veröffentlicht. Anscheinend konnte sich das Schauspiel durch die konsequenten Besuche von Schulklassen in den letzten beiden Jahren deutlich nach oben bewegen. Auch die Anzahl der Aufführungen hat man wahrscheinlich gesteigert und die bisherigen Mißerfolge wurden schneller aus dem Spielplan genommen. Interessant wäre in allen Sparten eine Aufgliederung der Besucherzahlen nach Vollpreis/Ermäßigungen/Stehplätzen, Abo/freier Verkauf, Anzahl der Aufführungen und Auslastung.
FAZIT: Das Ballett ist weiterhin die Lieblingssparte der Karlsruher, der Oper fehlen die Zuschauer, die es aufgrund seiner Bedeutung und Leistungsfähigkeit benötigt, während das Schauspiel vordergründig gut dasteht, obwohl es sich immer wieder hilf- und ratlos präsentierte und es an guten Hauptrollenschauspielern mangelt. Die Bemühungen und Anstrengungen um Normalisierung sind vorhanden, aber es mangelt der Intendanz bisher (noch) an künstlerischem Format.
Im Hinblick auf die notwendigen Veränderungen am Badischen Staatstheater kann man nur hoffen, daß Öffentlichkeit und Presse sich nicht mit oberflächlichen Analysen und vordergründigen Wertigkeiten abspeisen lassen. Erfolg ist Nachhaltigkeit ist Qualität. An einigen Stellen hat man in den letzten drei Jahren Strohfeuer entzündet, an deren Nachhaltigkeit man Zweifel haben muß.
In eigener Sache:
HERZLICHEN DANK für Ihr Interesse und Ihre Kommentare. Über 85.000 Seitenaufrufe in der abgelaufenen Spielzeit und überregionale Leser, die das Badische Staatstheater mit seinen Stärken und Schwächen, seinen Künstlern und treuem Publikum verstärkt wahrnehmen, sind weiterhin eine Verpflichtung dieses Tagebuch öffentlich zu halten.
ÜBERSICHT:
Oper:
Adams - Dr. Atomic
Britten - Peter Grimes
Händel - Riccardo Primo
Händel - Rinaldo
Mussorgsky - Boris Godunow
Ravel - Das Kind und die Zauberdinge
Strauß - Die Fledermaus
Strawinsky - Die Nachtigall
Verdi - Ein Maskenball
Wagner - Der fliegende Holländer
Wagner - Die Meistersinger von Nürnberg
Weinberg - Die Passagierin
Ballett:
Ballett-Gala
Mythos
Sissi (Gastspiel des Balletts Hannover)
Tschaikowsky - Dornröschen
Tschaikowsky - Nußknacker
Schauspiel:
Hübner/Nemitz - Richtfest
Kaiser - Gas I/II
Lausund - Benefiz
Schiller - Kabale und Liebe
Schnitzler - Der einsame Weg
Shakespeare - Ein Sommernachtstraum
Williams - Endstation Sehnsucht
Konzerte:
8 Symphoniekonzerte
Franco Fagioli - Arien für Caffarelli
Diverses:
Händel Festspiele 2014
Theaterfest 2013
PS: Nur zum privaten Gebrauch / persönliche Statistik für die Spielzeit 2013/2014:
19 Opernbesuche / 11 Produktionen
9 Konzertbesuche / 9 Konzerte
8 Schauspielbesuche / 7 Produktionen
5 Ballettbesuche / 5 Produktionen
Theaterfest
Fazit: 42 Abende im Badischen Staatstheater. Es gab halt schon schönere Jahre: spannender, inspirierender, künstlerisch erfüllter ....
Sonntag, 6. Juli 2014
Rückblick (2): Auf Langzeit-Diät. Das Karlsruher Schauspiel in der Spielzeit 2013/14
Was ist bloß mit dem Karlsruher Schauspiel los?
Gerade mal noch 11 Premieren im Schauspiel (einschließlich Projekt-Theaters, aber abzüglich Doku- und Volkstheaters) wird man in der kommenden Saison auf die Beine stellen, vor zwei Jahren waren es noch 15, Knut Weber brachte 2004/2005 sogar 18 einschließlich vier Downtown-Projekte. Dazu kommen nun nach drei Jahren viele Abgänge und Wechsel im Ensemble - von einem eingespielten Team ist man weit entfernt und es fehlen Hauptrollendarsteller.
Gerade mal noch 11 Premieren im Schauspiel (einschließlich Projekt-Theaters, aber abzüglich Doku- und Volkstheaters) wird man in der kommenden Saison auf die Beine stellen, vor zwei Jahren waren es noch 15, Knut Weber brachte 2004/2005 sogar 18 einschließlich vier Downtown-Projekte. Dazu kommen nun nach drei Jahren viele Abgänge und Wechsel im Ensemble - von einem eingespielten Team ist man weit entfernt und es fehlen Hauptrollendarsteller.
Montag, 16. Juni 2014
Rückblick (1): Standortbestimmung. Eine Kritik der Intendanz Spuhler
2011
mit Beginn dieses Besucher-Tagebuchs hätte ich nicht gedacht, daß ich
mal eine Intendanz erlebe, die mir gerade zu Beginn so wenig Freude,
Spaß, Spannung und Inspiration gibt. Wie fasst man Unbehagen in Worte? In der
Übertreibung liegt die Anschauung! Das Folgende ist oft subjektiv
zugespitzt und verarbeitet und beschreibt persönliche Eindrücke und Erfahrungen.
Mittwoch, 22. Januar 2014
Sanierung und Neubau beschlossen!
Der 21. Januar 2014 ist ein gutes Datum für Stadt und Land! Der Karlsruher Gemeinderat hat heute ohne Gegenstimme bei nur drei Enthaltungen eine Generalsanierung und Erweiterung des Badischen Staatstheaters mit einem Kostenvolumen von 125 Millionen Euro beschlossen. Diese Kosten werden von der Stadt Karlsruhe und dem Land Baden-Würtemberg jeweils zu 50% getragen und der künftigen Baupreisentwicklung angepasst.
Ein Architektenwettbewerb wird bald ausgeschrieben. Zuerst wird das neue Schauspielhauses mit integriertem Kindertheater gebaut, dann neue Probenräume und Werkstatträume verwirklicht. Die Sanierung des Haupthauses in der Baumeisterstraße erfolgt zum Abschluß.
Zum Neubau des Schauspielhauses
Wo und wie? - erste vage Gerüchte und Spekulationen kursieren bereits. Man könnte erwarten, daß Intendant Spuhler im Rahmen seiner Vision "Theater für alle" besondere Ansprüche an die Architektur des Hauses stellen wird.
Es könnte also kein reines Sitzplatztheater werden, sondern eine im Innenraum variable Anordnung entstehen, um den Ansprüchen der Zukunft gerecht zu werden. Barocke Verhaltens-Vorbilder können mit heutigen Technologien verschmolzen werden. Um das Theater allen Besuchergruppen zu öffnen, könnte also der Vorrang des Bühnengeschehens gebrochen werden und die Möglichkeit zur geselligen Kommunikation auch während der Vorstellung ermöglicht werden, also bspw. Tische an jedem Platz, um Getränke und Essen abstellen zu können, kostenloses W-LAN bzw. Anschlußmöglichkeiten für mobile Geräte, um E-Mails lesen zu können und im Internet zu surfen. Auch virtuelle und echte Chat-Räume für Zuschauer, um während der Vorstellung bereits zu diskutieren oder Kontakte zu knüpfen, könnten diskutiert werden. Eine Mediathek könnte ebenfalls sinnvoll erscheinen, um außerhalb der üblichen Vorstellungszeiten ein Angebot zu haben.
Ergänzen könnte man dieses Konzept durch Séparées und Videokabinen, die die Live-Vorstellung (oder Aufzeichnungen) auf Bildschirmen übertragen. Im Rahmen der Vision eines 24 Stunden/Tag geöffneten Theaters könnten diese Räumlichkeiten und Kabinen auch nach den Vorstellungen einem nächtlichen Publikum zur Verfügung gestellt werden und das Haus nach Vorstellungsende umdisponiert werden. Zusätzlich ein 24-Stunden-Schnellimbiss, großflächige Toilettenanlagen für die Karlsruher Nachtschwärmer sowie ein Ladenkonzept zur weiteren Durchökonomisierung könnten Peter Spuhlers Vision "Ich träume von einen Haus, das rund um die Uhr offen ist" sinnvoll ergänzen.
Man kann gespannt sein, welche Konzepte man mit dem gegebenen Budget in Karlsruhe umsetzen wird. Doch eines steht jetzt schon fest: einfach nur ein Raum mit Sitzreihen vor einer Bühne wäre eine Enttäuschung.
Ein Architektenwettbewerb wird bald ausgeschrieben. Zuerst wird das neue Schauspielhauses mit integriertem Kindertheater gebaut, dann neue Probenräume und Werkstatträume verwirklicht. Die Sanierung des Haupthauses in der Baumeisterstraße erfolgt zum Abschluß.
Zum Neubau des Schauspielhauses
Wo und wie? - erste vage Gerüchte und Spekulationen kursieren bereits. Man könnte erwarten, daß Intendant Spuhler im Rahmen seiner Vision "Theater für alle" besondere Ansprüche an die Architektur des Hauses stellen wird.
Es könnte also kein reines Sitzplatztheater werden, sondern eine im Innenraum variable Anordnung entstehen, um den Ansprüchen der Zukunft gerecht zu werden. Barocke Verhaltens-Vorbilder können mit heutigen Technologien verschmolzen werden. Um das Theater allen Besuchergruppen zu öffnen, könnte also der Vorrang des Bühnengeschehens gebrochen werden und die Möglichkeit zur geselligen Kommunikation auch während der Vorstellung ermöglicht werden, also bspw. Tische an jedem Platz, um Getränke und Essen abstellen zu können, kostenloses W-LAN bzw. Anschlußmöglichkeiten für mobile Geräte, um E-Mails lesen zu können und im Internet zu surfen. Auch virtuelle und echte Chat-Räume für Zuschauer, um während der Vorstellung bereits zu diskutieren oder Kontakte zu knüpfen, könnten diskutiert werden. Eine Mediathek könnte ebenfalls sinnvoll erscheinen, um außerhalb der üblichen Vorstellungszeiten ein Angebot zu haben.
Ergänzen könnte man dieses Konzept durch Séparées und Videokabinen, die die Live-Vorstellung (oder Aufzeichnungen) auf Bildschirmen übertragen. Im Rahmen der Vision eines 24 Stunden/Tag geöffneten Theaters könnten diese Räumlichkeiten und Kabinen auch nach den Vorstellungen einem nächtlichen Publikum zur Verfügung gestellt werden und das Haus nach Vorstellungsende umdisponiert werden. Zusätzlich ein 24-Stunden-Schnellimbiss, großflächige Toilettenanlagen für die Karlsruher Nachtschwärmer sowie ein Ladenkonzept zur weiteren Durchökonomisierung könnten Peter Spuhlers Vision "Ich träume von einen Haus, das rund um die Uhr offen ist" sinnvoll ergänzen.
Man kann gespannt sein, welche Konzepte man mit dem gegebenen Budget in Karlsruhe umsetzen wird. Doch eines steht jetzt schon fest: einfach nur ein Raum mit Sitzreihen vor einer Bühne wäre eine Enttäuschung.
Montag, 6. Januar 2014
Kurze Zwischenbilanz der Intendanz Spuhler
Halbzeit der Intendanz Spuhler
Was hat der Intendanzwechsel bisher den regelmäßigen Zuschauern gebracht? Meines Erachtens nicht viel, wenn man genauer hinschaut. Drei neue Köpfe kamen mit Teams nach Karlsruhe: Intendant Spuhler, Operndirektor Schaback und Schauspielleiter Linders - ihre Halbzeit-Bilanz ist durchwachsen mit Höhen und noch mehr Tiefen.
Errungenschaften hat die neue Intendanz bisher überwiegend außerhalb der Bühne aufzuweisen. Eine Kindersparte wurde gegründet sowie die Zusammenarbeit mit den Schulen ausgebaut und es scheint, als ob diese Maßnahmen schnell erfolgreich waren und man dadurch deutlichen Publikumszuwachs generiert hat. Klar loben muß man das Badische Staatstheater auch dafür, daß es versucht die Akzeptanz bei den Bürgern zu stärken und Knut Webers Linie in dieser Hinsicht fortführt - ob nun mit dem KSC-Projekt oder Singspielen wie Dylan und Rio Reiser - man ist in den letzten Jahren massenkompatibler geworden. Man stellt sich breiter auf als es früher üblich war, spricht andere Publikumszielgruppen an, will Erst- und Neubesucher anziehen. Die Programm-Balance hat sich dennoch in den letzten 2,5 Jahren verschoben - problematisch ist das nur dadurch, daß man beim Kernrepertoire nicht das gewohnte Niveau halten konnte und an künstlerischem Gewicht verloren hat.
Problemzone Schauspiel
Besonders auffällig ist der Leistungsabfall im Schauspiel. Dort ist man substanzärmer und durchschnittlicher geworden und setzt stärker als früher auf musikalische Beschallung, äußerliche Effekte und Populäres. Leider hat man Probleme beim tradierten Sprechtheater, bei dem man immer wieder hilflos und überfordert wirkt. Doch Langeweile macht sich schon bei der Programmzusammenstellung breit. Man plant kommerziell, nicht künstlerisch, man hat primär die Zielgruppe im Blick, nicht die künstlerische Vision und dessen Ausdruck. Man plant seine Programmpunkte im Hinblick auf Senioren und Schüler, für unerfahrene Theaterbesucher und um zu zeigen, daß man einer plakativen gesellschaftlichen Aktualität hinterherläuft. Die Inszenierung sehen dann auch meistens danach aus: geplante Routine, brave Biederkeit, einfallslose Erwartbarkeit. Wie im Eiskunstlauf gibt es Pflicht und Kür - das Zielgruppenkonzept erfüllt vielleicht die Pflicht, doch gemessen wird man entscheidend bei der Kür, und dort hat man als Staatstheater auch eine Leuchtturmfunktion und muß das zeigen, was andere Theater künstlerisch nicht ohne weiteres auf die Bühne bringen können. Diese qualitative Funktion ist im Schauspiel zu oft verloren gegangen. Bestes Beispiel war Ende November die Übernahme von Endstation Sehnsucht, die zeigte, daß das Badische Staatstheater dann heftig ins Straucheln kommt, wenn man sich an die Stücke des Kernrepertoires wagt. (Andere Beispiele: die schnell abgesetzte Shakespeare Komödie Wie es euch gefällt, die zum Pubertätsdrama reduzierte Tschechow'sche Möwe, das Experimentalfiasko Auf Kolonos und viele andere nichtssagende Langeweiler-Produktionen). Der Vergleich mit dem Schauspiel in Frankfurt und Stuttgart belegen den Dimensionsverlust, wenn man auf dem Niveau zu spielen versucht, das man im Badischen Staatstheater erwarten sollte.
Bedeutungsverlust: Kommerz schlägt Anspruch?
Ich muß zugeben, daß ich nicht überrascht war, als man mir letzten Herbst (wie sich schnell herausstellte fälschlicherweise) versicherte, daß André Rieu im Februar 2014 ein Konzert im Badischen Staatstheater geben würde. Dieser beliebte Künstler konzertiert tatsächlich in Karlsruhe - allerdings in einem anderen Saal. Der Kern der Botschaft ist dabei, daß ich es der Intendanz des Badischen Staatstheaters zugetraut hätte. Immerhin eine Chance, sich breiter und populärer aufzustellen. Aufmerksamkeit und Zuschauerzahlen schlagen also künstlerische Vorbehalte? In diesem Punkt muß man Äußerungen des Badischen Staatstheaters widersprechen und falsche Wertigkeiten aufdecken: als eine von Steuergeld finanzierte Institution muß man allen Bürgern offen stehen und Ihnen auch das bieten, was sich kommerzieller ausgerichtete Bühnen nicht zutrauen oder nicht wagen. Das soll keine Abwertung von Gruppenschunkeln, rhythmischen Klatschen und Mitsummen/-singen sein. Doch dafür gibt es auch andere Bühnen. Der Standpunkt und die Qualität des Badischen Staatstheaters beweisen sich bei anderen Gelegenheiten: ob nun bei Shakespeare, Schiller, Tschechow oder neuen Autoren, die etwas zu sagen haben - und bei denen sind während dieser Intendanz meistens noch deutlich inszenatorische und darstellerische Steigerungen möglich. Diesbezüglich unzufriedene Besucher sind nicht "elitär", sondern haben einen anderen Bedeutungs- und Qualitätsanspruch an das Haus an der Baumeisterstraße - sie gehen primär dorthin, um das Besondere zu sehen und nicht nur das Gefällige, Beliebige und Belanglose.
Verpasste Chancen - Oper auf dem Nebengleis
Die Operndirektion verlässt zur allgemeinen Überraschung nach drei Jahren am Ende dieser Spielzeit bereits wieder Karlsruhe. So richtig bekannt wurde Operndirektor Joscha Schaback nie. Er agierte aus dem Hintergrund und meistens war nach außen Intendant Spuhler im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und Chefdramaturg Bernd Feuchtner bei inhaltlichen Themen. Der Fortgang hinterlässt gemischte Gefühle. Musikalisch-sängerisch gab es einige Höhepunkte. Das Programm war in dieser Sparte anspruchsvoll und präsentierte viel Neues, man setzte mutig auf die Liebhaber und Experten und ist wahrscheinlich nicht wenigen Zuschauer zu schwer, zu spröde und speziell geworden. Die Inszenierungen zeigten Licht und Schatten, neue und interessante Regisseure stellten sich vor, nicht immer wurde der Mut belohnt, nicht immer hatte man eine glückliche Hand. Die Oper hinterließ dennoch künstlerisch einen deutlich besseren Eindruck als das Schauspiel. Nur bei Vielfalt und Abwechslungsreichtum des Opernspielplans verlor man klar an Qualität. Die Zuschauerzahlen stagnierten oder gingen zurück. Welche Sänger das Haus verlassen, wer neu kommt und wie sich Programm und Sparte ändern werden, um mehr Zuschauer anzuziehen, wird noch Stoff für einige Diskussionen geben. Man kann nur wünschen, daß die Karlsruher Kernsparte schnell wieder den Anschluß an frühere Selbstverständlichkeiten findet.
Im Ballett-, Chor- und Konzertbereich reicht die personelle und qualitative Kontinuität über die aktuelle Intendanz hinaus und ist hier deshalb kein Thema. Der Intendanzwechsel hat hier keine Verschlechterung gebracht und sowohl das Ballettensemble und Birgit Keil bzw. Vladimir Klos, der Chor mit Direktor Ulrich Wagner sowie Justin Brown und die Badische Staatskapelle sind unumstritten und beliebt.
Es gibt weitere positive Aspekte
Das Serviceangebot im Internet hat sich positiv erweitert, Programmhefte und gelegentlich ein Opernlibretto finden sich dort. Der Vorverkauf beginnt früher und umfasst einen größeren Spielzeitraum, Abos können über das Internet gebucht werden, Gutscheine können dort ebenfalls eingetauscht werden.
Ärgerlich bleibt, daß es für gewisse Abos immer noch unmöglich ist, Karten umzutauschen. Für Abonnenten einfach eine Zumutung, die nun schon Jahre andauert. Beispielhaft soll hier ein mir bekannter Fall erzählt werden: Als die Termine für das Operngala-Abo bekannt waren, bemerkten Bekannte, daß drei von vier Terminen der Spielzeit 2013/14 mit anderen Anlässen kollidieren. Da man bei so vielen Terminen keine ständigen Ersatzbesucher fand, wurde das Abo-Büro des Badischen Staatstheater um Hilfe gebeten, um eine Lösung zu finden. Doch dort hatte man keinen Spielraum und keinen Lösungsvorschlag. Pech gehabt und das bei einem Abo-Preis von fast 300 Euro pro Abonnement für vier Vorstellungen. Das Abo wurde daraufhin aus Verärgerung zum Ende der Spielzeit gekündigt. Die knapp 600 Euro werden zukünftig in Baden-Baden investiert. Also bitte, irgendeine Lösung -selbst mit einem angemessenen höheren finanziellen Verlust für den Verwaltungsaufwand- sollte sich doch endlich finden lassen, um Abo-Karten umtauschen zu können.
Fazit: Man hat erfolgreiche Bereiche: Ballett, Chor, Orchester sowie die langjährigen Publikumslieblinge in den Ensembles sowie starke neue Opernsänger.
Schauspiel und Oper sind auf ganz unterschiedliche Weise Baustellen, die dringend neue Impulse benötigen. Die Leistungsschwankungen zu Beginn einer Intendanz überraschen und erwecken den Eindruck, daß die Herausforderung in Karlsruhe unterschätzt wurden. Man braucht länger als erwartet, um qualitative Kontinuität zu zeigen oder im Hinblick auf das Schauspiel, um an das frühere Niveau anzuknüpfen. Man kann Peter Spuhler und vor allem dem Karlsruher Publikum nur wünschen, daß die Oper einen starken und selbstständigen Direktor bekommt, der um die vorhandenen sängerischen Qualitäten das passende Programm aufbaut und das Schauspiel .... ja, wie soll das die Kurve bekommen? Es gilt Schauspieler auszutauschen, in jeder Hinsicht mehr Sorgfalt und Begeisterung zu zeigen und die Qualität im Sprechtheater deutlich zu verbessern.
Zum Abschluß ein persönliches Fazit: Für mich hat sich die Gesamtleistungsfähigkeit nicht verbessert, sondern verschlechtert. Qualitativ sind die Schwankungen im Schauspiel zu groß, der Spielplan der Oper nicht abwechslungsreich genug. Bei beiden ist die Programm-Balance nicht gelungen. Die Spuhler-Zeit erscheint mir aktuell als eine Zeit, in der ich immer wieder feststelle, daß ich Aufführungen nicht weiterempfehlen und eigene freie Abende nicht im Staatstheater verbringen kann und die Möglichkeiten zum Asyl in Frankfurt, Stuttgart und Baden-Baden oder einem Kino prüfe. Das Angebot in Karlsruhe war schon deutlich spannender, substantieller und abwechslungsreicher.
Was hat der Intendanzwechsel bisher den regelmäßigen Zuschauern gebracht? Meines Erachtens nicht viel, wenn man genauer hinschaut. Drei neue Köpfe kamen mit Teams nach Karlsruhe: Intendant Spuhler, Operndirektor Schaback und Schauspielleiter Linders - ihre Halbzeit-Bilanz ist durchwachsen mit Höhen und noch mehr Tiefen.
Errungenschaften hat die neue Intendanz bisher überwiegend außerhalb der Bühne aufzuweisen. Eine Kindersparte wurde gegründet sowie die Zusammenarbeit mit den Schulen ausgebaut und es scheint, als ob diese Maßnahmen schnell erfolgreich waren und man dadurch deutlichen Publikumszuwachs generiert hat. Klar loben muß man das Badische Staatstheater auch dafür, daß es versucht die Akzeptanz bei den Bürgern zu stärken und Knut Webers Linie in dieser Hinsicht fortführt - ob nun mit dem KSC-Projekt oder Singspielen wie Dylan und Rio Reiser - man ist in den letzten Jahren massenkompatibler geworden. Man stellt sich breiter auf als es früher üblich war, spricht andere Publikumszielgruppen an, will Erst- und Neubesucher anziehen. Die Programm-Balance hat sich dennoch in den letzten 2,5 Jahren verschoben - problematisch ist das nur dadurch, daß man beim Kernrepertoire nicht das gewohnte Niveau halten konnte und an künstlerischem Gewicht verloren hat.
Problemzone Schauspiel
Besonders auffällig ist der Leistungsabfall im Schauspiel. Dort ist man substanzärmer und durchschnittlicher geworden und setzt stärker als früher auf musikalische Beschallung, äußerliche Effekte und Populäres. Leider hat man Probleme beim tradierten Sprechtheater, bei dem man immer wieder hilflos und überfordert wirkt. Doch Langeweile macht sich schon bei der Programmzusammenstellung breit. Man plant kommerziell, nicht künstlerisch, man hat primär die Zielgruppe im Blick, nicht die künstlerische Vision und dessen Ausdruck. Man plant seine Programmpunkte im Hinblick auf Senioren und Schüler, für unerfahrene Theaterbesucher und um zu zeigen, daß man einer plakativen gesellschaftlichen Aktualität hinterherläuft. Die Inszenierung sehen dann auch meistens danach aus: geplante Routine, brave Biederkeit, einfallslose Erwartbarkeit. Wie im Eiskunstlauf gibt es Pflicht und Kür - das Zielgruppenkonzept erfüllt vielleicht die Pflicht, doch gemessen wird man entscheidend bei der Kür, und dort hat man als Staatstheater auch eine Leuchtturmfunktion und muß das zeigen, was andere Theater künstlerisch nicht ohne weiteres auf die Bühne bringen können. Diese qualitative Funktion ist im Schauspiel zu oft verloren gegangen. Bestes Beispiel war Ende November die Übernahme von Endstation Sehnsucht, die zeigte, daß das Badische Staatstheater dann heftig ins Straucheln kommt, wenn man sich an die Stücke des Kernrepertoires wagt. (Andere Beispiele: die schnell abgesetzte Shakespeare Komödie Wie es euch gefällt, die zum Pubertätsdrama reduzierte Tschechow'sche Möwe, das Experimentalfiasko Auf Kolonos und viele andere nichtssagende Langeweiler-Produktionen). Der Vergleich mit dem Schauspiel in Frankfurt und Stuttgart belegen den Dimensionsverlust, wenn man auf dem Niveau zu spielen versucht, das man im Badischen Staatstheater erwarten sollte.
Bedeutungsverlust: Kommerz schlägt Anspruch?
Ich muß zugeben, daß ich nicht überrascht war, als man mir letzten Herbst (wie sich schnell herausstellte fälschlicherweise) versicherte, daß André Rieu im Februar 2014 ein Konzert im Badischen Staatstheater geben würde. Dieser beliebte Künstler konzertiert tatsächlich in Karlsruhe - allerdings in einem anderen Saal. Der Kern der Botschaft ist dabei, daß ich es der Intendanz des Badischen Staatstheaters zugetraut hätte. Immerhin eine Chance, sich breiter und populärer aufzustellen. Aufmerksamkeit und Zuschauerzahlen schlagen also künstlerische Vorbehalte? In diesem Punkt muß man Äußerungen des Badischen Staatstheaters widersprechen und falsche Wertigkeiten aufdecken: als eine von Steuergeld finanzierte Institution muß man allen Bürgern offen stehen und Ihnen auch das bieten, was sich kommerzieller ausgerichtete Bühnen nicht zutrauen oder nicht wagen. Das soll keine Abwertung von Gruppenschunkeln, rhythmischen Klatschen und Mitsummen/-singen sein. Doch dafür gibt es auch andere Bühnen. Der Standpunkt und die Qualität des Badischen Staatstheaters beweisen sich bei anderen Gelegenheiten: ob nun bei Shakespeare, Schiller, Tschechow oder neuen Autoren, die etwas zu sagen haben - und bei denen sind während dieser Intendanz meistens noch deutlich inszenatorische und darstellerische Steigerungen möglich. Diesbezüglich unzufriedene Besucher sind nicht "elitär", sondern haben einen anderen Bedeutungs- und Qualitätsanspruch an das Haus an der Baumeisterstraße - sie gehen primär dorthin, um das Besondere zu sehen und nicht nur das Gefällige, Beliebige und Belanglose.
Verpasste Chancen - Oper auf dem Nebengleis
Die Operndirektion verlässt zur allgemeinen Überraschung nach drei Jahren am Ende dieser Spielzeit bereits wieder Karlsruhe. So richtig bekannt wurde Operndirektor Joscha Schaback nie. Er agierte aus dem Hintergrund und meistens war nach außen Intendant Spuhler im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und Chefdramaturg Bernd Feuchtner bei inhaltlichen Themen. Der Fortgang hinterlässt gemischte Gefühle. Musikalisch-sängerisch gab es einige Höhepunkte. Das Programm war in dieser Sparte anspruchsvoll und präsentierte viel Neues, man setzte mutig auf die Liebhaber und Experten und ist wahrscheinlich nicht wenigen Zuschauer zu schwer, zu spröde und speziell geworden. Die Inszenierungen zeigten Licht und Schatten, neue und interessante Regisseure stellten sich vor, nicht immer wurde der Mut belohnt, nicht immer hatte man eine glückliche Hand. Die Oper hinterließ dennoch künstlerisch einen deutlich besseren Eindruck als das Schauspiel. Nur bei Vielfalt und Abwechslungsreichtum des Opernspielplans verlor man klar an Qualität. Die Zuschauerzahlen stagnierten oder gingen zurück. Welche Sänger das Haus verlassen, wer neu kommt und wie sich Programm und Sparte ändern werden, um mehr Zuschauer anzuziehen, wird noch Stoff für einige Diskussionen geben. Man kann nur wünschen, daß die Karlsruher Kernsparte schnell wieder den Anschluß an frühere Selbstverständlichkeiten findet.
Im Ballett-, Chor- und Konzertbereich reicht die personelle und qualitative Kontinuität über die aktuelle Intendanz hinaus und ist hier deshalb kein Thema. Der Intendanzwechsel hat hier keine Verschlechterung gebracht und sowohl das Ballettensemble und Birgit Keil bzw. Vladimir Klos, der Chor mit Direktor Ulrich Wagner sowie Justin Brown und die Badische Staatskapelle sind unumstritten und beliebt.
Es gibt weitere positive Aspekte
Das Serviceangebot im Internet hat sich positiv erweitert, Programmhefte und gelegentlich ein Opernlibretto finden sich dort. Der Vorverkauf beginnt früher und umfasst einen größeren Spielzeitraum, Abos können über das Internet gebucht werden, Gutscheine können dort ebenfalls eingetauscht werden.
Ärgerlich bleibt, daß es für gewisse Abos immer noch unmöglich ist, Karten umzutauschen. Für Abonnenten einfach eine Zumutung, die nun schon Jahre andauert. Beispielhaft soll hier ein mir bekannter Fall erzählt werden: Als die Termine für das Operngala-Abo bekannt waren, bemerkten Bekannte, daß drei von vier Terminen der Spielzeit 2013/14 mit anderen Anlässen kollidieren. Da man bei so vielen Terminen keine ständigen Ersatzbesucher fand, wurde das Abo-Büro des Badischen Staatstheater um Hilfe gebeten, um eine Lösung zu finden. Doch dort hatte man keinen Spielraum und keinen Lösungsvorschlag. Pech gehabt und das bei einem Abo-Preis von fast 300 Euro pro Abonnement für vier Vorstellungen. Das Abo wurde daraufhin aus Verärgerung zum Ende der Spielzeit gekündigt. Die knapp 600 Euro werden zukünftig in Baden-Baden investiert. Also bitte, irgendeine Lösung -selbst mit einem angemessenen höheren finanziellen Verlust für den Verwaltungsaufwand- sollte sich doch endlich finden lassen, um Abo-Karten umtauschen zu können.
Fazit: Man hat erfolgreiche Bereiche: Ballett, Chor, Orchester sowie die langjährigen Publikumslieblinge in den Ensembles sowie starke neue Opernsänger.
Schauspiel und Oper sind auf ganz unterschiedliche Weise Baustellen, die dringend neue Impulse benötigen. Die Leistungsschwankungen zu Beginn einer Intendanz überraschen und erwecken den Eindruck, daß die Herausforderung in Karlsruhe unterschätzt wurden. Man braucht länger als erwartet, um qualitative Kontinuität zu zeigen oder im Hinblick auf das Schauspiel, um an das frühere Niveau anzuknüpfen. Man kann Peter Spuhler und vor allem dem Karlsruher Publikum nur wünschen, daß die Oper einen starken und selbstständigen Direktor bekommt, der um die vorhandenen sängerischen Qualitäten das passende Programm aufbaut und das Schauspiel .... ja, wie soll das die Kurve bekommen? Es gilt Schauspieler auszutauschen, in jeder Hinsicht mehr Sorgfalt und Begeisterung zu zeigen und die Qualität im Sprechtheater deutlich zu verbessern.
Zum Abschluß ein persönliches Fazit: Für mich hat sich die Gesamtleistungsfähigkeit nicht verbessert, sondern verschlechtert. Qualitativ sind die Schwankungen im Schauspiel zu groß, der Spielplan der Oper nicht abwechslungsreich genug. Bei beiden ist die Programm-Balance nicht gelungen. Die Spuhler-Zeit erscheint mir aktuell als eine Zeit, in der ich immer wieder feststelle, daß ich Aufführungen nicht weiterempfehlen und eigene freie Abende nicht im Staatstheater verbringen kann und die Möglichkeiten zum Asyl in Frankfurt, Stuttgart und Baden-Baden oder einem Kino prüfe. Das Angebot in Karlsruhe war schon deutlich spannender, substantieller und abwechslungsreicher.
Montag, 28. Oktober 2013
Operndirektor Schaback verlässt Karlsruhe 2014
Seit Samstag wurde ich wiederholt wegen eines Beitrags aus der Karlsruher Tageszeitung kontaktiert, den einige (auch ich) nicht gelesen haben, der aber Gerüchte und Spekulationen auslöste. Laut BNN vom 26.10.2013 soll es personelle Änderungen in der Karlsruher Operndirektion geben. Das Badische Staatstheater schweigt allerdings bisher dazu und gibt trotz Zeitungsartikels keine Stellungnahme im Internet ab.
Ein wenig überraschend ist das schon: Joscha Schaback wird also seinen meines Wissens auf drei Jahre befristeten Vertrag als Operndirektor nicht verlängern und verlässt das Badische Staatstheater am Ende dieser Spielzeit. Überrascht kann man sein, da Intendant Spuhler einen Vertrag für fünf Jahre hat. Falls Spuhlers Vertrag nicht verlängert werden würde, müsste man sich in den beiden kommenden Jahren mit einem Interimsdirektor begnügen, der wahrscheinlich hauptsächlich verwaltet und keine Weichen mehr stellt. Mit allen Gefahren und Risiken für den Erhalt und die Qualität des Ensembles. Kommt es also zu einem Stillstand und dem großen Warten auf einen Neubeginn 2016?
Über die Gründe für Schabacks ... ja was eigentlich? Schabacks früh- oder rechtzeitigen Rückzug? Oder sogar Schabacks Aufgabe? Oder doch Schabacks Neuanfang? Über die Gründe für Schabacks Weggang kann also spekuliert werden. Bezeichnend ist, daß das Publikum auf der Internetpräsenz des Badischen Staatstheaters keine offizielle Mitteilung findet. Für gewöhnlich das klassische Zeichen, daß es etwas zu verbergen gibt oder man etwas verschweigen möchte. Souverän ist diese Informationspolitik nicht - man wird entsprechende Gründe haben.
Doch Spuhlers Intendanz ist bisher von mangelnder Souveränität und ungewohnt großen Schwankungen und inszenatorischen Unsicherheiten geprägt. Latent kann man immer noch den Eindruck haben, daß das Badische Staatstheater etwas zu groß für das Leitungsteam ist. Schabacks Sparte hat hingegen ihre individuelle Linie und mit Bernd Feuchtner einen kompetenten Chefdramaturgen. Die eigene künstlerische Vision fehlte bisher dagegen im Schauspiel und ein eklatanter Leistungsabfall war dort bemerkbar - ob es demnächst also konsequenterweise weitere personelle Veränderungen gibt?
Man kann gespannt sein, wie es in Karlsruhe weitergeht. Man kann gespannt sein, wie lange das Badische Staatstheater noch schweigt. Mangelnde Kontinuität und frühzeitige personelle Veränderungen bereits in der Mitte einer Intendanz sprechen eine ambivalente und nicht vorteilhafte Sprache - "Klar Schiff" oder "Rette sich, wer kann" - das bleibt abzuwarten.
Weiß jemand etwas Konkretes? Über Kommentare würde ich mich freuen.
Ein wenig überraschend ist das schon: Joscha Schaback wird also seinen meines Wissens auf drei Jahre befristeten Vertrag als Operndirektor nicht verlängern und verlässt das Badische Staatstheater am Ende dieser Spielzeit. Überrascht kann man sein, da Intendant Spuhler einen Vertrag für fünf Jahre hat. Falls Spuhlers Vertrag nicht verlängert werden würde, müsste man sich in den beiden kommenden Jahren mit einem Interimsdirektor begnügen, der wahrscheinlich hauptsächlich verwaltet und keine Weichen mehr stellt. Mit allen Gefahren und Risiken für den Erhalt und die Qualität des Ensembles. Kommt es also zu einem Stillstand und dem großen Warten auf einen Neubeginn 2016?
Über die Gründe für Schabacks ... ja was eigentlich? Schabacks früh- oder rechtzeitigen Rückzug? Oder sogar Schabacks Aufgabe? Oder doch Schabacks Neuanfang? Über die Gründe für Schabacks Weggang kann also spekuliert werden. Bezeichnend ist, daß das Publikum auf der Internetpräsenz des Badischen Staatstheaters keine offizielle Mitteilung findet. Für gewöhnlich das klassische Zeichen, daß es etwas zu verbergen gibt oder man etwas verschweigen möchte. Souverän ist diese Informationspolitik nicht - man wird entsprechende Gründe haben.
Doch Spuhlers Intendanz ist bisher von mangelnder Souveränität und ungewohnt großen Schwankungen und inszenatorischen Unsicherheiten geprägt. Latent kann man immer noch den Eindruck haben, daß das Badische Staatstheater etwas zu groß für das Leitungsteam ist. Schabacks Sparte hat hingegen ihre individuelle Linie und mit Bernd Feuchtner einen kompetenten Chefdramaturgen. Die eigene künstlerische Vision fehlte bisher dagegen im Schauspiel und ein eklatanter Leistungsabfall war dort bemerkbar - ob es demnächst also konsequenterweise weitere personelle Veränderungen gibt?
Man kann gespannt sein, wie es in Karlsruhe weitergeht. Man kann gespannt sein, wie lange das Badische Staatstheater noch schweigt. Mangelnde Kontinuität und frühzeitige personelle Veränderungen bereits in der Mitte einer Intendanz sprechen eine ambivalente und nicht vorteilhafte Sprache - "Klar Schiff" oder "Rette sich, wer kann" - das bleibt abzuwarten.
Weiß jemand etwas Konkretes? Über Kommentare würde ich mich freuen.
Sonntag, 15. September 2013
Theaterfest, 14.09.2013
In den allermeisten Fällen hat man ja beim Karlsruher Theaterfest Glück mit dem
Wetter. Gestern regnete es teilweise in Strömen. Trotzdem (und deshalb)
war es ziemlich voll und man konnte sich über die große Neugier und das
Interesse des Publikums an der kommenden Spielzeit umso mehr freuen. Nachmittags konnte man auch Politprominenz erleben: Peter
Spuhler verdeutlichte SPD-Finanzminister Nils Schmid und
Oberbürgermeister Frank Mentrup die Sanierungsbedürftigkeit des Hauses.
Montag, 2. September 2013
Die kommende Spielzeit 2013/14 im Überblick
Am 14.09. startet die neue Saison mit dem Theaterfest. Einige Höhepunkte kann man in der kommenden Spielzeit erwarten.
In der nächsten Spielzeit erlebt man fünf neue Regisseure, u.a. auch neu in dem Sinne, daß zwei zum ersten Mal in Deutschland arbeiten: Benjamin Lazar (Riccardo Primo) und Yuval Sharon (Dr. Atomic) sowie Lorenzo Fioroni (Die Fledermaus), Tobias Heyder (Das Kind und die Zauberdinge) und Ballettchoreograph Tim Plegge (Die Nachtigall). Regisseur Aron Stiehl übernimmt den Maskenball, die Wallenberg Crew (Tobias Kratzer und Rainer Sellmaier) inszeniert die Meistersinger und das Team von Berlioz' Les Troyens (David Hermann und Christof Hetzer) nimmt sich Boris Godunov vor. Die Erwartungshaltung ist hoch.
Dazu erfolgt im März die Premiere von Mythos - drei Kreationen von Jörg Mannes, Reginaldo Oliveira & Tim Plegge und die Wiederaufnahmen von Giselle, Momo und In den Winden im Nichts. Es wird ein Gastspiel des Balletts aus Hannover geben: der dortige Ballettleiter Jörg Mannes zeigt seine Choreographie Sissi. Zum Abschluß der Saison stellen sich wieder neue Choreographen vor.
Problematisch bleibt weiterhin das Zielgruppenkonzept. Wer in welche Vorstellung soll und wer nicht, bleibt vor der Premiere unklar. Eine mögliche Einordnung gibt die unten stehende Übersicht (ohne Gewähr). Zumindest ein Indiz gibt es: „Gehörte unser Augenmerk zuletzt den jungen Leuten, so wollen wir uns in der Spielzeit 2013/14 verstärkt den älteren Besuchern zuwenden“, so Generalintendant Peter Spuhler. Schüler und Senioren sind wahrscheinlich die Hauptzielgruppen der Spielzeit.
Beim Karlsruher Schauspiel gilt es zu prüfen, ob zutrifft, was die Frankfurter Allgemeine Zeitung generell über die deutsche Theaterlandschaft schrieb: "Es herrscht offensichtlich hektischer Betrieb tagespolitischer Wilderei in Problemzonen, in denen jeder, der will und gerade greifbar ist (ob Polizist, Nutte, Richter, Demenzkranker oder NSU-Betroffener) vom Theater ge- und verbraucht wird, das jedwede Sein- und Schein-Schranke niederreißt und dem Laien gern Tür und Tor öffnet - außer dass bei solchen Projekten selbstverständlich die Regisseure auf ihren Profi-Lohn pochen. Das Theater magert ab. Es wird zur Dokumentarstation. Und treibt sich das Spiel aus."
OPER
EIN MASKENBALL Oper von Giuseppe Verdi 12.10.13
DIE FLEDERMAUS Operette von Johann Strauß 14.12.13
DOCTOR ATOMIC Oper von Johns Adams 26.01.14
RICCARDO PRIMO HÄNDEL-FESTSPIELE 21.02.14
RINALDO HÄNDEL-FESTSPIELE 02.03.14
DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG Oper von Richard Wagner 26.04.14
DAS KIND UND DIE ZAUBERDINGE / DIE NACHTIGALL Kurzopern von Maurice Ravel und Igor Strawinsky 14.06.14
BORIS GODUNOW von Modest Mussorgsky, Urfassung 19.07.14
Wiederaufnahmen:
DER FLIEGENDE HOLLÄNDER, 27.10.13
PETER GRIMES, 15.09.13
DIE HOCHZEIT DES FIGARO, 21.09.13
DIE REGIMENTSTOCHTER; 03.10.13
RIGOLETTO, 03.11.13
HÄNSEL UND GRETEL, 08.12.13
DIE ZAUBERFLÖTE, 12.01.14
TANNHÄUSER, 09.02.14
DIE PASSAGIERIN, 21.03.14
BALLETT
DORNRÖSCHEN – DIE LETZTE ZARENTOCHTER Ballett von Youri Vámos 16.11.13
MYTHOS Kreationen von Jörg Mannes, Reginaldo Oliveira & Tim Plegge 22.03.14
CHOREOGRAFEN STELLEN SICH VOR Ein Ballettabend zur Entdeckung neuer Talente
URAUFFÜHRUNGEN 05.07.14
Wiederaufnahmen:
MOMO 19.10.13
GISELLE 22.01.14
IN DEN WINDEN IM NICHTS 29.01.14
NUßKNACKER 17.12.13
SCHWANENSEE 06.04.14
SCHAUSPIEL
ENDSTATION SEHNSUCHT von Tennessee Williams 21.11.2013
RICHTFEST Komödie von Lutz Hübner 29.11.2013
BENEFIZ – JEDER RETTET EINEN AFRIKANER von Ingrid Lausund 23.01.2014
GAS I & II aus der Sozialen Trilogie von Georg Kaiser 08./09.05.2014
Singspiele & Musikalisches
RIO REISER – KÖNIG VON DEUTSCHLAND Eine musikalische Biografie von Heiner Kondschak 28.09.2013
EIN SOMMERNACHTSTRAUM Komödie von William Shakespeare 30.01.2014
LIEDER AUS DEM ALL Ein Liederabend von und mit Natanaël Lienhard und Jakob Bussmann 29.03.2014
Theater für Schüler und Jugendliche
KABALE UND LIEBE Ein bürgerliches Trauerspiel von Friedrich Schiller 02.10.2013
MAIENSCHLAGER Schauspiel von Katharina Gericke 17.04.2014
Theater für Senioren
IRGEND WANN IN DER NACHT Stück von Etel Adnan 17.10.2013
Belehrendes / Dokumentarisches / Projekt-Theater
AUS – DAS LEBEN NACH DEM SPIEL, Ein KSC-Projekt von Tobias Rausch 06.10.2013
RECHTSMATERIAL Ein Projekt von Jan-Christoph Gockel
Romanadaption
DAS GLASPERLENSPIEL nach dem Roman von Hermann Hesse
Volkstheater
FREMDRAUMPFLEGE
100 DOKUMENTE von Gerardo Naumann
Osteuropäisches Theater
HOHE AUFLÖSUNG von Dmytro Ternovyi
Symphonie- und Kammerkonzerte
1. Konzert 22./23.09.2013
Andrew Norman Unstuck
Richard Strauss Don Quixote
Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 7 A-Dur
Franziska Dürr - Viola, Thomas Gieron - Violoncello, Justin Brown - Dirigent
2. Konzert 20./21.10.2013
Arvo Pärt Cantus in Memoriam Benjamin Britten / Arbos
Sergej Prokofjew Klavierkonzert Nr. 4 B-Dur
Jean Sibelius Sinfonie Nr. 6
Jean Sibelius Sinfonie Nr. 7
Leon Fleisher - Klavier, Justin Brown - Dirigent
3. Konzert 24./25.11.2013
Claude Debussy Ibéria (Images Nr. 2)
Wolfgang Amadeus Mozart Sinfonie Nr. 40 g-Moll KV 550
Wolfgang Amadeus Mozart Sinfonie Nr. 31 D-Dur KV 297 „Pariser“
Maurice Ravel Rhapsodie espagnole
Antonio Méndez - Dirigent
4. Konzert 02./03. 02.2014
Francis Poulenc Litanies à la Vierge noire
Olivier Messiaen Trois petites liturgies de la présence divine
Igor Strawinsky Oedipus Rex
Matthias Wohlbrecht - Oedipus; Ks. Ewa Wolak - Jokaste; Renatus Meszar - Kreon; Luiz Molz - Tiresias; Renatus Meszar - Bote; Steven Ebel - Hirte; Gunnar Schmidt - Sprecher; Ulrich Wagner - Choreinstudierung;
Justin Brown - Dirigent
5. Konzert 09./10.03.2014
Felix Mendelssohn Bartholdy Violinkonzert e-Moll
Josef Suk Sinfonie c-Moll „Asrael“
Chloë Hanslip - Violine, Tomáš Hanus - Dirigent
6. Konzert 30./31.03.2014
Toru Takemitsu Spirit Garden
Germaine Tailleferre Concertino für Harfe und Orchester
Vivian Fung Harfenkonzert
Robert Schumann Sinfonie Nr. 1 „Frühlingssymphonie“
Bridget Kibbey - Harfe, Johannes Willig - Dirigent
7. Konzert 18./19.05.2014
Johann Sebastian Bach / Anton Webern Ricercata aus „Das musikalische Opfer“
Arnold Schönberg Ein Überlebender aus Warschau
Alban Berg Drei Stücke für Orchester op. 6
Henryk Górecki Symphonie der Klagelieder
Ks. Barbara Dobrzanska, Renatus Meszar
Ulrich Wagner - Choreinstudierung, Justin Brown - Dirigent
8. Konzert 29./30.06.2014
Georg Friedrich Haas Opus 68 (Skrjabin)
Sergej Rachmaninow Klavierkonzert Nr. 4
Dimitri Schostakowitsch Symphonie Nr. 15
Boris Berezovsky - Klavier, Justin Brown - Dirigent
OPER
Das Opernprogramm kombiniert in Karlsruhe wichtige und bereits lange nicht mehr gehörte Opern (Maskenball, Meistersinger, Boris Godunow) mit der beliebtesten Operette (Fledermaus) und Entdeckungen (Die Nachtigall, Das Kind und die Zauberdinge, Dr. Atomic). Gerade den zeitgenössischen Opern wird ja von einigen mit Skepsis begegnet. John Adams' Musik kennt das Karlsruher Publikum aus dem Ballett Siegfried, seine Oper Dr. Atomic wird als seine "bislang vielseitigste und kontrastreichste Oper" beschrieben, bei der "melodiöser Schönklang, vertrackte Rhythmen und knallige Effekte Hand in Hand" gehen. Dazu werden besondere Händel Festspiele mit einer Kerzenlichtproduktion und Franco Fagioli erwartet (mehr dazu findet sich hier). Eine schöne Mischung.In der nächsten Spielzeit erlebt man fünf neue Regisseure, u.a. auch neu in dem Sinne, daß zwei zum ersten Mal in Deutschland arbeiten: Benjamin Lazar (Riccardo Primo) und Yuval Sharon (Dr. Atomic) sowie Lorenzo Fioroni (Die Fledermaus), Tobias Heyder (Das Kind und die Zauberdinge) und Ballettchoreograph Tim Plegge (Die Nachtigall). Regisseur Aron Stiehl übernimmt den Maskenball, die Wallenberg Crew (Tobias Kratzer und Rainer Sellmaier) inszeniert die Meistersinger und das Team von Berlioz' Les Troyens (David Hermann und Christof Hetzer) nimmt sich Boris Godunov vor. Die Erwartungshaltung ist hoch.
BALLETT
Da hätte man doch ein schönes Ballett-Abo bauen können mit der kompletten Tschaikowsky-Trilogie: neben den Wiederaufnahmen von Nußknacker und Schwanensee gibt es nämlich die Premiere von Dornröschen in der Choreographie von Youri Vámos, der dabei die Geschichte von Anastasia, der vermeintlich letzten Zarentochter erzählt. Wer wollte daran zweifeln, daß Dornröschen 100% Auslastung haben wird?Dazu erfolgt im März die Premiere von Mythos - drei Kreationen von Jörg Mannes, Reginaldo Oliveira & Tim Plegge und die Wiederaufnahmen von Giselle, Momo und In den Winden im Nichts. Es wird ein Gastspiel des Balletts aus Hannover geben: der dortige Ballettleiter Jörg Mannes zeigt seine Choreographie Sissi. Zum Abschluß der Saison stellen sich wieder neue Choreographen vor.
SCHAUSPIEL
Für die Karlsruher Problemsparte ist die Vorschau eingetrübt. Wenig Abwechslung, keine Überraschungen, Business as usual - im dritten Jahr scheint bereits Stillstand erreicht zu sein. Man präsentiert das alte Rezept und hauptsächlich Regisseure, die bereits in den letzten beiden Jahren zu sehen waren. Ein Qualitätsschub ist nicht zu erwarten, die Erwartungshaltung so weit gesenkt, daß man als im Schauspiel abgehärteter Zuschauer zumindest auf einen diätischen Erfolg hofft.Problematisch bleibt weiterhin das Zielgruppenkonzept. Wer in welche Vorstellung soll und wer nicht, bleibt vor der Premiere unklar. Eine mögliche Einordnung gibt die unten stehende Übersicht (ohne Gewähr). Zumindest ein Indiz gibt es: „Gehörte unser Augenmerk zuletzt den jungen Leuten, so wollen wir uns in der Spielzeit 2013/14 verstärkt den älteren Besuchern zuwenden“, so Generalintendant Peter Spuhler. Schüler und Senioren sind wahrscheinlich die Hauptzielgruppen der Spielzeit.
Beim Karlsruher Schauspiel gilt es zu prüfen, ob zutrifft, was die Frankfurter Allgemeine Zeitung generell über die deutsche Theaterlandschaft schrieb: "Es herrscht offensichtlich hektischer Betrieb tagespolitischer Wilderei in Problemzonen, in denen jeder, der will und gerade greifbar ist (ob Polizist, Nutte, Richter, Demenzkranker oder NSU-Betroffener) vom Theater ge- und verbraucht wird, das jedwede Sein- und Schein-Schranke niederreißt und dem Laien gern Tür und Tor öffnet - außer dass bei solchen Projekten selbstverständlich die Regisseure auf ihren Profi-Lohn pochen. Das Theater magert ab. Es wird zur Dokumentarstation. Und treibt sich das Spiel aus."
SYMPHONIEKONZERTE
Kein Brahms, kein Bruckner, kein Mahler, sondern Raritäten und Nebenwerke prägen das Bild der kommenden Spielzeit, z.Bsp.die weniger beliebten 4. Klavierkonzerte von Rachmaninow und Prokofiew, die letzten Symphonien von Sibelius (6.und 7.) und Schostakowitsch (15.) und überwiegend Musik aus dem 20.Jahrhundert (bspw. Schönberg, Berg, Webern, Strawinsky, Poulenc, Górecki, Messiaen, Pärt, Takemitsu) und Neueres. Man kann gespannt sein, ob dieses mutige Konzept aufgeht oder es doch am Ende des Jahres als etwas zu spröde wahrgenommen wurde.ÜBERSICHT 2013/2014
OPER
EIN MASKENBALL Oper von Giuseppe Verdi 12.10.13
DIE FLEDERMAUS Operette von Johann Strauß 14.12.13
DOCTOR ATOMIC Oper von Johns Adams 26.01.14
RICCARDO PRIMO HÄNDEL-FESTSPIELE 21.02.14
RINALDO HÄNDEL-FESTSPIELE 02.03.14
DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG Oper von Richard Wagner 26.04.14
DAS KIND UND DIE ZAUBERDINGE / DIE NACHTIGALL Kurzopern von Maurice Ravel und Igor Strawinsky 14.06.14
BORIS GODUNOW von Modest Mussorgsky, Urfassung 19.07.14
Wiederaufnahmen:
DER FLIEGENDE HOLLÄNDER, 27.10.13
PETER GRIMES, 15.09.13
DIE HOCHZEIT DES FIGARO, 21.09.13
DIE REGIMENTSTOCHTER; 03.10.13
RIGOLETTO, 03.11.13
HÄNSEL UND GRETEL, 08.12.13
DIE ZAUBERFLÖTE, 12.01.14
TANNHÄUSER, 09.02.14
DIE PASSAGIERIN, 21.03.14
BALLETT
DORNRÖSCHEN – DIE LETZTE ZARENTOCHTER Ballett von Youri Vámos 16.11.13
MYTHOS Kreationen von Jörg Mannes, Reginaldo Oliveira & Tim Plegge 22.03.14
CHOREOGRAFEN STELLEN SICH VOR Ein Ballettabend zur Entdeckung neuer Talente
URAUFFÜHRUNGEN 05.07.14
Wiederaufnahmen:
MOMO 19.10.13
GISELLE 22.01.14
IN DEN WINDEN IM NICHTS 29.01.14
NUßKNACKER 17.12.13
SCHWANENSEE 06.04.14
SCHAUSPIEL
ENDSTATION SEHNSUCHT von Tennessee Williams 21.11.2013
RICHTFEST Komödie von Lutz Hübner 29.11.2013
BENEFIZ – JEDER RETTET EINEN AFRIKANER von Ingrid Lausund 23.01.2014
GAS I & II aus der Sozialen Trilogie von Georg Kaiser 08./09.05.2014
Singspiele & Musikalisches
RIO REISER – KÖNIG VON DEUTSCHLAND Eine musikalische Biografie von Heiner Kondschak 28.09.2013
EIN SOMMERNACHTSTRAUM Komödie von William Shakespeare 30.01.2014
LIEDER AUS DEM ALL Ein Liederabend von und mit Natanaël Lienhard und Jakob Bussmann 29.03.2014
Theater für Schüler und Jugendliche
KABALE UND LIEBE Ein bürgerliches Trauerspiel von Friedrich Schiller 02.10.2013
MAIENSCHLAGER Schauspiel von Katharina Gericke 17.04.2014
Theater für Senioren
IRGEND WANN IN DER NACHT Stück von Etel Adnan 17.10.2013
Belehrendes / Dokumentarisches / Projekt-Theater
AUS – DAS LEBEN NACH DEM SPIEL, Ein KSC-Projekt von Tobias Rausch 06.10.2013
RECHTSMATERIAL Ein Projekt von Jan-Christoph Gockel
Romanadaption
DAS GLASPERLENSPIEL nach dem Roman von Hermann Hesse
Volkstheater
FREMDRAUMPFLEGE
100 DOKUMENTE von Gerardo Naumann
Osteuropäisches Theater
HOHE AUFLÖSUNG von Dmytro Ternovyi
Symphonie- und Kammerkonzerte
1. Konzert 22./23.09.2013
Andrew Norman Unstuck
Richard Strauss Don Quixote
Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 7 A-Dur
Franziska Dürr - Viola, Thomas Gieron - Violoncello, Justin Brown - Dirigent
2. Konzert 20./21.10.2013
Arvo Pärt Cantus in Memoriam Benjamin Britten / Arbos
Sergej Prokofjew Klavierkonzert Nr. 4 B-Dur
Jean Sibelius Sinfonie Nr. 6
Jean Sibelius Sinfonie Nr. 7
Leon Fleisher - Klavier, Justin Brown - Dirigent
3. Konzert 24./25.11.2013
Claude Debussy Ibéria (Images Nr. 2)
Wolfgang Amadeus Mozart Sinfonie Nr. 40 g-Moll KV 550
Wolfgang Amadeus Mozart Sinfonie Nr. 31 D-Dur KV 297 „Pariser“
Maurice Ravel Rhapsodie espagnole
Antonio Méndez - Dirigent
4. Konzert 02./03. 02.2014
Francis Poulenc Litanies à la Vierge noire
Olivier Messiaen Trois petites liturgies de la présence divine
Igor Strawinsky Oedipus Rex
Matthias Wohlbrecht - Oedipus; Ks. Ewa Wolak - Jokaste; Renatus Meszar - Kreon; Luiz Molz - Tiresias; Renatus Meszar - Bote; Steven Ebel - Hirte; Gunnar Schmidt - Sprecher; Ulrich Wagner - Choreinstudierung;
Justin Brown - Dirigent
5. Konzert 09./10.03.2014
Felix Mendelssohn Bartholdy Violinkonzert e-Moll
Josef Suk Sinfonie c-Moll „Asrael“
Chloë Hanslip - Violine, Tomáš Hanus - Dirigent
6. Konzert 30./31.03.2014
Toru Takemitsu Spirit Garden
Germaine Tailleferre Concertino für Harfe und Orchester
Vivian Fung Harfenkonzert
Robert Schumann Sinfonie Nr. 1 „Frühlingssymphonie“
Bridget Kibbey - Harfe, Johannes Willig - Dirigent
7. Konzert 18./19.05.2014
Johann Sebastian Bach / Anton Webern Ricercata aus „Das musikalische Opfer“
Arnold Schönberg Ein Überlebender aus Warschau
Alban Berg Drei Stücke für Orchester op. 6
Henryk Górecki Symphonie der Klagelieder
Ks. Barbara Dobrzanska, Renatus Meszar
Ulrich Wagner - Choreinstudierung, Justin Brown - Dirigent
8. Konzert 29./30.06.2014
Georg Friedrich Haas Opus 68 (Skrjabin)
Sergej Rachmaninow Klavierkonzert Nr. 4
Dimitri Schostakowitsch Symphonie Nr. 15
Boris Berezovsky - Klavier, Justin Brown - Dirigent
1. KAMMERKONZERT 08.12.13
Krzysztof Meyer Aus dem Klaviertrio op. 50
Robert Schumann Klaviertrio g-Moll op. 110
Johannes Brahms Klaviertrio C-Dur op. 87
Stephan
Skiba Violine
Johann
Ludwig Violoncello
Günter Ludwig Klavier
2. KAMMERKONZERT 12.01.14
Giacomo Meyerbeer Hirtenlied
Franz Schubert Impromptu Es-Dur op. 90 Nr. 2
Johannes Brahms 5 Ausgewählte Lieder
Igor Strawinsky Elegie für JFK
Igor Strawinsky Berceuse du chat
Johannes Brahms Sonate für Klarinette und Klavier f-Moll op. 120 Nr. 1
Conradin Kreutzer Das Mühlrad
Christina Bock Mezzosopran
Daniel Bollinger Klarinette
Martin Nitschmann Klarinette
Leonie Gerlach Klarinette
Freya Jung Klavier
3. KAMMERKONZERT 23.03.14
Zoltán Kodály Sonatina für Violoncello und Klavier
Béla Bartók Kontraste für Klarinette, Violine und Klavier
Zoltán
Kodály Duo für Violine und Violoncello
Béla Bartók Sonate für zwei Klaviere und Schlagzeug
Daniel
Bollinger Klarinette
Janos
Ecseghy Violine
Thomas
Gieron Violoncello
Raimund Schmitz Schlagzeug
Malte Rettberg Schlagzeug
Justin Brown Klavier
John Parr Klavier
4. KAMMERKONZERT 15.06.14
Otto Dessoff Streichquintett G-Dur op. 10
Béla Bartók Streichquartett Nr. 3
Robert Schumann Streichquartett A-Dur op. 41 Nr. 3
Viola
Schmitz Violine
Ayu
Ideue Violine
Christoph
Klein Viola
Thomas
Gieron Violoncello
Benjamin Groocock Violoncello
5. KAMMERKONZERT 20.07.14
Ludwig van Beethoven Sonate für Violoncello und Klavier C-Dur op. 102 Nr. 1
Franz Schreker Pantomime „Der Wind“ für Klarinette, Horn, Violine, Violoncello und Klavier
Olivier Messiaen Thème et Variations für Violine und
Klavier
Ralph Vaughan Williams Quintett D-Dur
Frank
Nebl Klarinette
Frank
Bechtel Horn
Janos
Ecseghy Violine
Thomas
Gieron Violoncello
Markus Ecseghy Klavier
KAMMERKONZERT EXTRA 24.02.14
Tommaso Albinoni Sonate für 2 Violinen und Orgel op. 1
Nr. 4*
Antonio Vivaldi Sonate für 2 Violinen und Cembalo op. 1
Nr. 2*
Martin Nitschmann „Hüllen“ für Klarinette, Violine und
Klavier
Georg Friedrich Händel Sonate für 2 Violinen und Cembalo op. 2 Nr. 8*
Charlie Parker Donna Lee*
Igor Strawinsky „Drei für Pulcinella“ – Suite italienne*
*Adaption/Arrangement für Klarinette, Violine und Klavier
Martin Nitschmann Klarinette
Annelie Groth Violine
Jeanette LaDeur Klavier
Marie-Luise Vanoli Kostüm-Skulpturen
Wiebke Höljes & Petr Novak bewegte Skulpturen
KAMMERKONZERT IN DER INSEL –TANGO REVOLUCIONARIO 15.11.13
Tangos
von Astor Piazzolla und José Bragato in Arrangements
für Klarinette, Bassklarinette und Klavier
Frank Nebl Klarinette
Leonie Gerlach Bassklarinette
Steven Moore Klavier
Mittwoch, 22. Mai 2013
Vorschau: Symphoniekonzerte 2013/14 der Badischen Staatskapelle
Gastsolisten in der kommenden Spielzeit: u.a. Boris Berezovsky, Leon Fleisher (nicht nur ein berühmter Solist, sondern u.a. auch Justin Browns Lehrer), Chloë Hanslip
1. Symphoniekonzert
7. Symphoniekonzert
Johann Sebastian Bach / Anton Webern - Ricercar
Arnold Schönberg - Ein Überlebender aus Warschau
Alban Berg - Drei Stücke für Orchester op. 6
Henryk Górecki - Symphonie der Klagelieder
Ks. Barbara Dobrzanska, Renatus Meszar, Justin Brown - Dirigent
18.5.14, 19.5.14
8. Symphoniekonzert
Georg Friedrich Haas - Opus 68 (Skrjabin)
Sergej Rachmaninow - Klavierkonzert Nr. 4
Dimitri Schostakowitsch - Symphonie Nr. 15
Boris Berezovsky - Klavier, Justin Brown - Dirigent
29.6.14, 30.6.14
Die Planung für 2013/14 in den anderen Sparten findet sich hier
http://badisches-staatstheater-karlsruhe.blogspot.de/2013/04/vorschau-auf-die-spielzeit-201314-in.html
1. Symphoniekonzert
Andrew Norman - Unstuck
Richard Strauss - Don Quixote
Ludwig van Beethoven - Symphonie Nr. 7 A-Dur
Franziska Dürr - Viola, Thomas Gieron - Violoncello, Justin Brown - Dirigent
22.9.13, 23.9.13
2. Symphoniekonzert
Arvo Pärt - Cantus in Memoriam Benjamin Britten / Arbos
Sergej Prokofjew - Klavierkonzert Nr. 4 B-Dur
Jean Sibelius - Symphonie Nr. 6
Jean Sibelius - Symphonie Nr. 7
Leon Fleisher - Klavier, Justin Brown - Dirigent
20.10.13, 21.10.13
3. Symphoniekonzert
Wolfgang Amadeus Mozart - Symphonie Nr. 40 g-Moll KV 550
Musik aus Lateinamerika
Alondra de la Parra - Dirigentin
24.11.13, 25.11.13
4. Symphoniekonzert
Maurice Ravel - Menuet Antique
Francis Poulenc - Litanies à la Vierge noire
Claude Debussy - Nocturnes
Igor Strawinsky - Oedipus Rex
Matthias Wohlbrecht: Oedipus, Ks. Ewa Wolak: Jokaste, Renatus Meszar: Kreon, Luiz Molz: Tiresias, Renatus Meszar: Bote, Steven Ebel: Hirte, Gunnar Schmidt: Sprecher, Justin Brown - Dirigent
2.2.14, 3.2.14 20.00
5. Symphoniekonzert
Felix Mendelssohn Bartholdy - Violinkonzert e-Moll
Josef Suk - Symphonie c-Moll „Asrael“
Chloë Hanslip - Violine, Tomáš Hanus - Dirigent
9.3.14, 10.3.14 20.00
Richard Strauss - Don Quixote
Ludwig van Beethoven - Symphonie Nr. 7 A-Dur
Franziska Dürr - Viola, Thomas Gieron - Violoncello, Justin Brown - Dirigent
22.9.13, 23.9.13
2. Symphoniekonzert
Arvo Pärt - Cantus in Memoriam Benjamin Britten / Arbos
Sergej Prokofjew - Klavierkonzert Nr. 4 B-Dur
Jean Sibelius - Symphonie Nr. 6
Jean Sibelius - Symphonie Nr. 7
Leon Fleisher - Klavier, Justin Brown - Dirigent
20.10.13, 21.10.13
3. Symphoniekonzert
Wolfgang Amadeus Mozart - Symphonie Nr. 40 g-Moll KV 550
Musik aus Lateinamerika
Alondra de la Parra - Dirigentin
24.11.13, 25.11.13
4. Symphoniekonzert
Maurice Ravel - Menuet Antique
Francis Poulenc - Litanies à la Vierge noire
Claude Debussy - Nocturnes
Igor Strawinsky - Oedipus Rex
Matthias Wohlbrecht: Oedipus, Ks. Ewa Wolak: Jokaste, Renatus Meszar: Kreon, Luiz Molz: Tiresias, Renatus Meszar: Bote, Steven Ebel: Hirte, Gunnar Schmidt: Sprecher, Justin Brown - Dirigent
2.2.14, 3.2.14 20.00
5. Symphoniekonzert
Felix Mendelssohn Bartholdy - Violinkonzert e-Moll
Josef Suk - Symphonie c-Moll „Asrael“
Chloë Hanslip - Violine, Tomáš Hanus - Dirigent
9.3.14, 10.3.14 20.00
6. Symphoniekonzert
Toru Takemitsu - Spirit Garden
Germaine Tailleferre - Concertino für Harfe und Orchester
Vivian Fung - Harfenkonzert
Robert Schumann - Symphonie Nr. 1 „Frühlingssymphonie“
Bridget Kibbey - Harfe, Johannes Willig - Dirigent
30.3.14, 31.3.14 20.00
Toru Takemitsu - Spirit Garden
Germaine Tailleferre - Concertino für Harfe und Orchester
Vivian Fung - Harfenkonzert
Robert Schumann - Symphonie Nr. 1 „Frühlingssymphonie“
Bridget Kibbey - Harfe, Johannes Willig - Dirigent
30.3.14, 31.3.14 20.00
7. Symphoniekonzert
Johann Sebastian Bach / Anton Webern - Ricercar
Arnold Schönberg - Ein Überlebender aus Warschau
Alban Berg - Drei Stücke für Orchester op. 6
Henryk Górecki - Symphonie der Klagelieder
Ks. Barbara Dobrzanska, Renatus Meszar, Justin Brown - Dirigent
18.5.14, 19.5.14
8. Symphoniekonzert
Georg Friedrich Haas - Opus 68 (Skrjabin)
Sergej Rachmaninow - Klavierkonzert Nr. 4
Dimitri Schostakowitsch - Symphonie Nr. 15
Boris Berezovsky - Klavier, Justin Brown - Dirigent
29.6.14, 30.6.14
Die Planung für 2013/14 in den anderen Sparten findet sich hier
http://badisches-staatstheater-karlsruhe.blogspot.de/2013/04/vorschau-auf-die-spielzeit-201314-in.html
Dienstag, 23. April 2013
Vorschau auf die Spielzeit 2013/14 in Karlsruhe
Hier eine erste Zusammenfassung der Pläne für 2013/14 ohne Berücksichtigung des Volks-, Kinder- und Projekttheaters.
Das Programm der Symphoniekonzerte wird am 6. Juni veröffentlicht.
OPER
EIN MASKENBALL
Oper von Giuseppe Verdi
REGIE Aron Stiehl
12.10.13
DIE FLEDERMAUS
Operette von Johann Strauß
REGIE Lorenzo Fioroni
14.12.13
DOCTOR ATOMIC
Oper von Johns Adams
REGIE Yuval Sharon
26.01.14
RICCARDO PRIMO
Oper von Georg Friedrich Händel
HÄNDEL-FESTSPIELE 2014, Mehr dazu auch hier
REGIE Benjamin Lazar
23.02.14
RINALDO
Oper von Georg Friedrich Händel
HÄNDEL-FESTSPIELE 2014
02.03.14
(mehr zu der Marionetten-Inszenierung findet sich in diesem Video: http://vimeo.com/26574249)
DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG
Oper von Richard Wagner
REGIE Tobias Kratzer
Mit: Renatus Meszar als Hans Sachs, Daniel Kirch als Stolzing
26.04.14
DAS KIND UND DIE ZAUBERDINGE / DIE NACHTIGALL
Kurzopern von Maurice Ravel und Igor Strawinsky
14.06.14
BORIS GODUNOW
von Modest Mussorgsky, Urfassung
REGIE David Hermann
19.07.14
Wiederaufnahmen:
DER FLIEGENDE HOLLÄNDER, 27.10.13
PETER GRIMES, 15.09.13
DIE HOCHZEIT DES FIGARO, 21.09.13
DIE REGIMENTSTOCHTER; 03.10.13
RIGOLETTO, 03.11.13
HÄNSEL UND GRETEL, 08.12.13
DIE ZAUBERFLÖTE, 12.01.14
TANNHÄUSER, 09.02.14
DIE PASSAGIERIN, 21.03.14
Anmerkung: Was ist denn aus der Reihe Große Französische Oper geworden? Und was aus den Meisterwerken des 20. Jahrhunderts? Ravel/Strawinsky ist in der Hinsicht eine bescheidene Auswahl. Geht dem Badischen Staatstheater schon nach zwei Spielzeiten die Planungs-Luft aus?
Und wieso schon wieder die unattraktive Rigoletto-Inszenierung? Ist das Repertoire-Lager wirklich so leer?
BALLETT
DORNRÖSCHEN – DIE LETZTE ZARENTOCHTER
Ballett von Youri Vámos
16.11.13
MYTHOS
Kreationen von Jörg Mannes, Reginaldo Oliveira & Tim Plegge
22.03.14
CHOREOGRAFEN STELLEN SICH VOR
Ein Ballettabend zur Entdeckung neuer Talente
URAUFFÜHRUNGEN
Juli 2014
Dazu fünf Wiederaufnahmen: Momo, Giselle, In den Winden im Nichts, Nußknacker und Schwanensee
SCHAUSPIEL
Eine Bemerkung vorab: Entweder Jan Linders ist erbarmungslos oder er kennt wirklich nur sehr wenige Regisseure - man trifft schon wieder auf die Namen, die bisher bereits nur für wenig interessantes Schauspiel standen ....
Und schon wieder Shakespeares Sommernachtstraum? Wie ideenlos ist das denn?? Der stand doch erst vor wenigen Jahren im Programm!?! Es gibt so viele andere Komödien von Shakespeare und anderen Autoren .....
KLEINES HAUS:
KABALE UND LIEBE
Ein bürgerliches Trauerspiel von Friedrich Schiller
REGIE Simone Blattner
03.10.13
ENDSTATION SEHNSUCHT
von Tennessee Williams
REGIE Sebastian Schug
21.11.13
EIN SOMMERNACHTSTRAUM
Komödie von William Shakespeare
REGIE Daniel Pfluger
30.01.14
MAIENSCHLAGER
Schauspiel von Katharina Gericke
REGIE Stefan Otteni
17.04.14
GAS I & II
aus der Sozialen Trilogie von Georg Kaiser
REGIE Hansgünther Heyme
08.05.14
DAS GLASPERLENSPIEL
nach dem Roman von Hermann Hesse
REGIE Martin Nimz
Juni 2014
STUDIO Bühne:
RICHTFEST
Komödie von Lutz Hübner
29.11.13
BENEFIZ – JEDER RETTET EINEN AFRIKANER
von Ingrid Lausund
23.01.14
HOHE AUFLÖSUNG
von Dmytro Ternovyi
Juni 2014
SINGSPIEL
RIO REISER – KÖNIG VON DEUTSCHLAND
Eine musikalische Biografie von Heiner Kondschak
28.09.13
LIEDER AUS DEM ALL
Ein Liederabend von & mit Natanaël Lienhard & Jakob Bussmann
Oktober 2013
Ein kurzes persönliches Fazit:
Das Programm der Symphoniekonzerte wird am 6. Juni veröffentlicht.
OPER
EIN MASKENBALL
Oper von Giuseppe Verdi
REGIE Aron Stiehl
12.10.13
DIE FLEDERMAUS
Operette von Johann Strauß
REGIE Lorenzo Fioroni
14.12.13
DOCTOR ATOMIC
Oper von Johns Adams
REGIE Yuval Sharon
26.01.14
RICCARDO PRIMO
Oper von Georg Friedrich Händel
HÄNDEL-FESTSPIELE 2014, Mehr dazu auch hier
REGIE Benjamin Lazar
23.02.14
RINALDO
Oper von Georg Friedrich Händel
HÄNDEL-FESTSPIELE 2014
02.03.14
(mehr zu der Marionetten-Inszenierung findet sich in diesem Video: http://vimeo.com/26574249)
DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG
Oper von Richard Wagner
REGIE Tobias Kratzer
Mit: Renatus Meszar als Hans Sachs, Daniel Kirch als Stolzing
26.04.14
DAS KIND UND DIE ZAUBERDINGE / DIE NACHTIGALL
Kurzopern von Maurice Ravel und Igor Strawinsky
14.06.14
BORIS GODUNOW
von Modest Mussorgsky, Urfassung
REGIE David Hermann
19.07.14
Wiederaufnahmen:
DER FLIEGENDE HOLLÄNDER, 27.10.13
PETER GRIMES, 15.09.13
DIE HOCHZEIT DES FIGARO, 21.09.13
DIE REGIMENTSTOCHTER; 03.10.13
RIGOLETTO, 03.11.13
HÄNSEL UND GRETEL, 08.12.13
DIE ZAUBERFLÖTE, 12.01.14
TANNHÄUSER, 09.02.14
DIE PASSAGIERIN, 21.03.14
Anmerkung: Was ist denn aus der Reihe Große Französische Oper geworden? Und was aus den Meisterwerken des 20. Jahrhunderts? Ravel/Strawinsky ist in der Hinsicht eine bescheidene Auswahl. Geht dem Badischen Staatstheater schon nach zwei Spielzeiten die Planungs-Luft aus?
Und wieso schon wieder die unattraktive Rigoletto-Inszenierung? Ist das Repertoire-Lager wirklich so leer?
BALLETT
DORNRÖSCHEN – DIE LETZTE ZARENTOCHTER
Ballett von Youri Vámos
16.11.13
MYTHOS
Kreationen von Jörg Mannes, Reginaldo Oliveira & Tim Plegge
22.03.14
CHOREOGRAFEN STELLEN SICH VOR
Ein Ballettabend zur Entdeckung neuer Talente
URAUFFÜHRUNGEN
Juli 2014
Dazu fünf Wiederaufnahmen: Momo, Giselle, In den Winden im Nichts, Nußknacker und Schwanensee
SCHAUSPIEL
Eine Bemerkung vorab: Entweder Jan Linders ist erbarmungslos oder er kennt wirklich nur sehr wenige Regisseure - man trifft schon wieder auf die Namen, die bisher bereits nur für wenig interessantes Schauspiel standen ....
Und schon wieder Shakespeares Sommernachtstraum? Wie ideenlos ist das denn?? Der stand doch erst vor wenigen Jahren im Programm!?! Es gibt so viele andere Komödien von Shakespeare und anderen Autoren .....
KLEINES HAUS:
KABALE UND LIEBE
Ein bürgerliches Trauerspiel von Friedrich Schiller
REGIE Simone Blattner
03.10.13
ENDSTATION SEHNSUCHT
von Tennessee Williams
REGIE Sebastian Schug
21.11.13
EIN SOMMERNACHTSTRAUM
Komödie von William Shakespeare
REGIE Daniel Pfluger
30.01.14
MAIENSCHLAGER
Schauspiel von Katharina Gericke
REGIE Stefan Otteni
17.04.14
GAS I & II
aus der Sozialen Trilogie von Georg Kaiser
REGIE Hansgünther Heyme
08.05.14
DAS GLASPERLENSPIEL
nach dem Roman von Hermann Hesse
REGIE Martin Nimz
Juni 2014
STUDIO Bühne:
RICHTFEST
Komödie von Lutz Hübner
29.11.13
BENEFIZ – JEDER RETTET EINEN AFRIKANER
von Ingrid Lausund
23.01.14
HOHE AUFLÖSUNG
von Dmytro Ternovyi
Juni 2014
SINGSPIEL
RIO REISER – KÖNIG VON DEUTSCHLAND
Eine musikalische Biografie von Heiner Kondschak
28.09.13
LIEDER AUS DEM ALL
Ein Liederabend von & mit Natanaël Lienhard & Jakob Bussmann
Oktober 2013
Ein kurzes persönliches Fazit:
- Ein interessantes Neuprogramm mit Opern, die es lange nicht mehr oder noch nie in Karlsruhe zu hören gab. Doch es fehlen spannende Wiederaufnahmen. Nur Der fliegende Holländer ergänzt sinnvoll das Programm. Es freut mich, daß (schon wieder) Die Fledermaus kommt. Die letzte Inszenierung ist ja erst knapp 10 Jahre her und war ein großer Erfolg und ich habe sie noch vor Augen und sogar im Ohr, aber ein bißchen langweilig in Hinsicht auf Repertoire-Vielfalt ist das schon ....
- Im Ballett konnte man Dornröschen ja fast schon erwarten. Handlungsballette sind beim Karlsruher Publikum so beliebt, daß man jetzt schon von ständig ausverkauften Vorstellungen ausgehen kann.
- Das Schauspiel-Programm ist so uninteressant wie .... ja wie bisher noch nie. Karlsruhe zeigt Theater für Gruppierungen und grenzt eine Gruppe leider aus: die, die einfach gerne gutes Theater sieht. Bei der Auswahl der Regisseure kann man sich gruseln - so öde und freudlos war Theater in Karlsruhe zuletzt phasenweise in den 1990ern.
Liebes Badisches Staatstheater, alles ist zyklisch und irgendwann gilt es, einen neuen Schauspielchef & Team zu wählen. Bitte nehmt keine Theoretiker und Verwalter, sondern einen Praktiker - jemand, der sich selber mit seinen Inszenierungen vor sein Publikum traut, jemand, dem es um die Umsetzung geht, dessen Theater sinnlich und prall ist und nicht aufgrund von inhaltlichen Erwägungen berechenbar, trocken und langweilig.
Abonnieren
Posts (Atom)