Wann gibt es endlich mal wieder eine richtig gute Spielzeit in Karlsruhe? Licht und Schatten in der Saison 2015/16, doch mit Tendenz zur Besserung, nur das Schauspiel blieb erneut zu blaß. Die Intendanz bemüht sich nun auch wieder stärker um Qualität auf der Bühne, es gab deutlich mehr besondere Szenen und Auftritte als zuvor, herausragend in der abgelaufenen Spielzeit waren vor allem folgende Leistungen und Künstler:
Seit 1988 bin ich steter Besucher des Badischen Staatstheaters. Bei vielen Opern-, Theater-, Konzert- und Ballettvorstellungen im Jahr und Besuchen in anderen Städten verliert man schon mal den Überblick. Dieser Tagebuch-Blog dient mir seit der Spielzeit 2011/12 als elektronische Erinnerung. Bitte beachten Sie meine Intention: ich bin kein Journalist oder Kritiker, sondern schreibe hier lediglich persönliche Eindrücke, private Ansichten und Vermutungen für mich und Angehörige nieder.
Posts mit dem Label Spielzeit 2015/2016 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Spielzeit 2015/2016 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Montag, 25. Juli 2016
Montag, 6. Juni 2016
Zur Aufgabe von Jan Linders als Schauspieldirektor
Schauspieldirektor Jan Linders abgesagte letzte Premiere
Die letzte Premiere ist vorbei, besser gesagt, sie findet gar nicht statt: Wilhelm Tell wurde abgesagt. Man hatte wahrscheinlich keine adäquate Idee, erneut scheint es ein Kreativitätsdefizit, ausgelöst durch die Enge des weltanschaulich verklemmten Theaters. Dennoch muß man Linders danken: in den letzten Jahren kam zu viel Unausgegorenes und Oberflächliches auf die Karlsruher Bühne und daß man nun den Mut zeigt, etwas lieber nicht zu präsentieren, anstatt dem Publikum zum Abschluß eine Pleite mit Ansage vorzuführen, war eine gute Entscheidung. Die verpatzte Dernière ist dennoch typisch für die letzten fünf Jahre. Immerhin hatte man seit der Veröffentlichung des Spielplans 2015/2016 im Frühjahr 2015 mindestens 14 Monate Zeit, um Schillers Stück zu realisieren, in gewissem Sinn hatte man eine maximale Vorbereitungsphase bis zur letzten Premiere der Saison - und doch konnte man sie nicht auf die Bühne bringen. Die versemmelte und abgesagte Dernière steht repräsentativ für die qualitativen Probleme, mit denen man am Karlsruher Schauspiel in den letzten fünf Jahren zu kämpfen hatte und die die Postenaufgabe Linders ins richtige Licht rückt.
Jan Linders fällt dennoch weich, Intendant Spuhler hat für ihn einen Posten geschaffen, den es zuletzt gar nicht und in den letzten Jahrzehnten kaum gab und der auch nicht erforderlich erscheint: Linders wird vom Schauspieldirektor zum "Chefdramaturg". Diese Postenbeschaffungsmaßnahme in Zeiten von Sparzwängen wird manchen Zuschauer an ein Zuschustern von Posten in politischen Seilschaften erinnern - ein Beigeschmack, den diese Entscheidung zukünftig kaum verlieren dürfte.
Die letzte Premiere ist vorbei, besser gesagt, sie findet gar nicht statt: Wilhelm Tell wurde abgesagt. Man hatte wahrscheinlich keine adäquate Idee, erneut scheint es ein Kreativitätsdefizit, ausgelöst durch die Enge des weltanschaulich verklemmten Theaters. Dennoch muß man Linders danken: in den letzten Jahren kam zu viel Unausgegorenes und Oberflächliches auf die Karlsruher Bühne und daß man nun den Mut zeigt, etwas lieber nicht zu präsentieren, anstatt dem Publikum zum Abschluß eine Pleite mit Ansage vorzuführen, war eine gute Entscheidung. Die verpatzte Dernière ist dennoch typisch für die letzten fünf Jahre. Immerhin hatte man seit der Veröffentlichung des Spielplans 2015/2016 im Frühjahr 2015 mindestens 14 Monate Zeit, um Schillers Stück zu realisieren, in gewissem Sinn hatte man eine maximale Vorbereitungsphase bis zur letzten Premiere der Saison - und doch konnte man sie nicht auf die Bühne bringen. Die versemmelte und abgesagte Dernière steht repräsentativ für die qualitativen Probleme, mit denen man am Karlsruher Schauspiel in den letzten fünf Jahren zu kämpfen hatte und die die Postenaufgabe Linders ins richtige Licht rückt.
Jan Linders fällt dennoch weich, Intendant Spuhler hat für ihn einen Posten geschaffen, den es zuletzt gar nicht und in den letzten Jahrzehnten kaum gab und der auch nicht erforderlich erscheint: Linders wird vom Schauspieldirektor zum "Chefdramaturg". Diese Postenbeschaffungsmaßnahme in Zeiten von Sparzwängen wird manchen Zuschauer an ein Zuschustern von Posten in politischen Seilschaften erinnern - ein Beigeschmack, den diese Entscheidung zukünftig kaum verlieren dürfte.
Mittwoch, 14. Oktober 2015
Große Opernsänger in Karlsruhe
Ist das die Handschrift des bisher unauffällig gebliebenen Operndirektors Michael Fichtenholz? Für die Spielzeit 2015/2016 kündigt man einige große Namen an, die man hören sollte: neben den in Karlsruhe bekannten Franco Fagioli, Max Emanuel Cencic und Valer Sabadus sind das insbesondere bei den Händel Festspielen 2016 die kanadische Sopranistin Karina Gauvin (die auch zahlreiche beachtenswerte CD-Aufnahmen in ihrer Diskographie hat), die schwedische Mezzosopranistin Ann Hallenberg (die gerade erst mit der CD Arien für Marchesi eine für Barock-Fans hochbeachtenswerte Einspielung vorgelegt hat in der sie Franco Fagioli in Sachen Koloratur und Ornamentierung Konkurrenz macht), die junge russische Sopranistin Julia Lezhneva (die sich bereits von vielen Seiten Vorschußlorbeeren verdient hat) oder Layla Claire (die gerade im Blog Opernschnipsel in höchsten Tönen gelobt wird). Betrachtet man das Aufgebot für die Operngalas mit Sängern wie Vivica Genaux, Laura Claycomb, Nicola Alaimo und Stephen Gould, steigt die Vorfreude weiter. Wenn das ein Trend für die kommenden Jahre ist, dann darf sich Fichtenholz dafür auf viel Lob vorbereiten.
Freitag, 2. Oktober 2015
Besetzung der Operngalas 2015/16
Das lange Warten hat sich gelohnt! Michael Fichtenholz hat spannende Namen für die Operngalas zu bieten:
Dienstag, 1. September 2015
Die kommende Spielzeit 2015/16 im Überblick
Im fünften Jahr seiner Intendanz gibt Peter Spuhler dem Publikum folgendes Rätsel auf: "Für mich ist das vorliegende Programm mit zahlreichen Herzensprojekten das schönste der Jahre, die ich bisher in und für Karlsruhe verantworten durfte." Über diese Herzensprojekte kann man thematisch und programmatisch rätseln. Tatsächlich gibt es einige Umstellungen zu beobachten:
Dienstag, 28. April 2015
Vorschau auf die Spielzeit 2015/16 des Badischen Staatstheaters
Die ersten Spielplan-Infos zur kommenden Spielzeit (Motto: Von Aufbrüchen) sind da:
Abonnieren
Posts (Atom)