Die Häßlichkeit der R*innen
oder
Intendant*in Spuhler*in ist nun irgendwie Gender
Die Verbraucher*innenschützer*innen für gesäuberte und überwachte Sprache sind nun auch im Badischen Staatstheater eingetroffen. Die Intendanz scheint in der schriftlichen Selbstdarstellung des Staatstheaters sprachpolitische Rücksicht auf die Befindlichkeiten der sich benachteiligt fühlenden Opfer der Sprache angeordnet zu haben und sexualisiert das grammatische Geschlecht, um Diskriminierung leichter unterstellen zu können. Man darf sich dadurch nicht täuschen lassen, es geht bei dieser Verhunzung von Sprache nicht um grammatische Gleichberechtigung, es ist auch kein progressives Emanzipations-, sondern ein konservatives Milieuprojekt einer linksidentitären Klientelgruppierung. Sahra Wagenknechts neue links-soziale Sammlungsbewegung "Aufstehen" (mehr hier und auch hier) scheint bspw. von Anfang an auf Gegenkurs zu hypersensiblen Sprachregelungen der links-identitären "Political Correctness" und dem wirren Sammelsurium von Identitätsfragen zu gehen. Und dafür gibt es gute Gründe.
Seit 1988 bin ich steter Besucher des Badischen Staatstheaters. Bei vielen Opern-, Theater-, Konzert- und Ballettvorstellungen im Jahr und Besuchen in anderen Städten verliert man schon mal den Überblick. Dieser Tagebuch-Blog dient mir seit der Spielzeit 2011/12 als elektronische Erinnerung. Bitte beachten Sie meine Intention: ich bin kein Journalist oder Kritiker, sondern schreibe hier lediglich persönliche Eindrücke, private Ansichten und Vermutungen für mich und Angehörige nieder.
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Montag, 20. August 2018
Montag, 16. Juni 2014
Rückblick (1): Standortbestimmung. Eine Kritik der Intendanz Spuhler
2011
mit Beginn dieses Besucher-Tagebuchs hätte ich nicht gedacht, daß ich
mal eine Intendanz erlebe, die mir gerade zu Beginn so wenig Freude,
Spaß, Spannung und Inspiration gibt. Wie fasst man Unbehagen in Worte? In der
Übertreibung liegt die Anschauung! Das Folgende ist oft subjektiv
zugespitzt und verarbeitet und beschreibt persönliche Eindrücke und Erfahrungen.
Freitag, 3. Mai 2013
Rückblick (1): Die große Enttäuschung. Das Karlsruher Schauspiel in der Spielzeit 2012/13
Wenn Leidenschaft Leiden schafft
Ich würde so gerne etwas Gutes über das Karlsruher Schauspiel berichten. Seit fast 25 Jahren pflege ich diese Leidenschaft und fühle mich besonders dann motiviert, etwas für mich aus einer Inszenierung zu ziehen, wenn ich sie als sperrige und schwierige Herausforderung sehe. Seit zwei Jahren wird diese Zuneigung auf die bisher härteste Probe gestellt, denn dem Schauspiel kann ich nur noch sehr wenig abgewinnen. Bei fast allen Vorstellungen erlebe ich einen Dimensionsverlust, wie ich ihn sonst nur bei Besuchen von schlechteren Bühnen (als das Badische Staatstheater war und sein sollte) kenne. Die qualitativen Unterschiede zu kleineren Bühnen sind nicht mehr deutlich. Die Leuchtturmqualitäten, die ich von einem Staatstheater erwarte, nehme ich nicht mehr wahr. Das Schauspiel hat für mich ein durchschnittliches und langweiliges Mittelmaß erreicht. Welche Gründe gibt es dafür?
Ich würde so gerne etwas Gutes über das Karlsruher Schauspiel berichten. Seit fast 25 Jahren pflege ich diese Leidenschaft und fühle mich besonders dann motiviert, etwas für mich aus einer Inszenierung zu ziehen, wenn ich sie als sperrige und schwierige Herausforderung sehe. Seit zwei Jahren wird diese Zuneigung auf die bisher härteste Probe gestellt, denn dem Schauspiel kann ich nur noch sehr wenig abgewinnen. Bei fast allen Vorstellungen erlebe ich einen Dimensionsverlust, wie ich ihn sonst nur bei Besuchen von schlechteren Bühnen (als das Badische Staatstheater war und sein sollte) kenne. Die qualitativen Unterschiede zu kleineren Bühnen sind nicht mehr deutlich. Die Leuchtturmqualitäten, die ich von einem Staatstheater erwarte, nehme ich nicht mehr wahr. Das Schauspiel hat für mich ein durchschnittliches und langweiliges Mittelmaß erreicht. Welche Gründe gibt es dafür?
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