Montag, 2. Juli 2018

Mumpitztheater (6)

Was passiert 2021? (K)Ein Neustart für das Badische Staatstheater? Die Entscheidung ist vertagt.
Befürworter und Kritiker von Generalintendant Peter Spuhler suchen anscheinend nach einem Kompromiß, der Verwaltungsrat scheint Spuhler nur unter Auflagen verlängern zu wollen. Ob Spuhler nun von sich aus entscheidet, es lieber bleiben zu lassen oder ob seine Situation so prekär ist, daß er eine Verlängerung mit Einschränkungen akzeptiert, ist unklar. Klar scheint nur, daß es deutliche Vorbehalte von seiten der Politik gibt. Wenn Spuhler aus der Position respektabler Stärke handeln wollte, würde er sich nun aus eigenem Antrieb 2021 zurückziehen - das wäre quasi ein Friedensabkommen mit Waffenstillstand für alle Seiten. Eine Verlängerung geschieht mit bleibendem Makel bei fortgeführten Scharmützeln. In Abwandlung eines Schillerschen Satzes kann man den Beteiligten raten: Lieber ein Ende mit leichtem, abklingendem Schmerz, als ein lange nicht abklingender Dauerschmerz. 10 Jahre sind genug, beide Seiten brauchen 2021 einen Aufbruch zu neuen Ufern.

Kommentare:

  1. Nachdem bisher alle Bewerbungen fehlgeschlagen sind, wird Herr Spuhler notgedrungen unter Auflagen verlaengern. Ein heftiger Gesichtsverlust für ihn. Ob die Mitarbeiter vor so einem Chef noch Achtung haben, ist fraglich.

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    1. Sie könnten mit dieser Prognose recht behalten. Ich hoffe dennoch, daß Herr Spuhler das ganze Gerangel reicht und er genug Selbstachtung hat, um dankend abzulehnen, statt unter Auflagen ein verfrühtes Gnadenbrot zu empfangen.

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  2. In den BNN erfährt man erwartungsgemäß leider nichts über die laufenden Vertragsverhandlungen. Um so erfreulicher sind Ihre Informationen. Vielen Dank. Die Auflagen sind vermutlich nicht bekannt, vielleicht sind sie ja für Herrn spuhler ohne großen Gesichtsverlust akzeptabel. Interessant finde ich die Vorbehalte seitens der Politik.

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    1. Die BNN könnte noch nichts berichten, weil noch nichts konkret ist. Personalien diskutiert man nicht während der Entscheidungsfindung in der Presse, das ist kein guter Stil. Die juristisch ausgefochtene Affäre um die Absetzung des Verwaltungsdirektors ist hingegen handfest.

      Daß aber Informationen als inoffizielle persönliche Stellungnahmen durchsickern und dann bspw. hier kolportiert werden können, liegt daran, daß die Position des Intendanten eigentlich sehr schwach ist und seine Intendanz höchst umstritten. Ich habe ungewollt besorgte anonyme Informanten, die sich oft aus Unverständnis oder Empörung bei mir melden und mir ihren Frust oder ihre Verärgerung schildern und mich auf dem Laufenden halten. Die Verwaltungsratsmitglieder sind dankbar für gut argumentierte und begründete Kritik, manche informieren sich anscheinend in meinem Blog. Ich bin kein Journalist, ich höre mich um und werde freundlicherweise von einigen "Insidern" unterstützt. Eine BNN kann ich nicht ersetzen. Im Zweifelsfall vertraue ich immer noch lieber der Presse als den mir zugänglichen Auskünften.
      Bzgl. der Vorbehalte der Politik: es gibt genug Parteien, die den parteiischen Kurs des Intendanten als zu einseitig bewerten können. Das Staatstheater ist kein Organ zur Verbreitung von Parteiprogrammen, auch wenn das der Maßstab ist, an dem der Intendant wohl gerne gemessen werden würde.

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  3. Achtung oder Respekt vor jemand,der nur Unruhe bringt,diktatorisch vorgeht,die Achtung seiner Schutzbefohlenen mit Füßen tritt?

    Ganz einfach - Nö
    Wir halten zusammen und wir sind laut,wir können auch unbequem,und je mehr die oben den strick zuziehen,desto mehr Gegenwehr,wir haben noch gar nicht angefangen,wir sprechen miteinander,die Obrigkeit spricht nicht mit uns,somit verpassen sie was entscheidendes - wir sind ein Team,schade,daß manche nicht mitmachen wollen

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    1. Vielen Dank für Ihren Kommentar, der etwas ausdrückt, was ich von verschiedenen Stellen aus dem Staatstheater höre: es geht nur mit Zusammenhalt und Organisation. Ggf. muß man den Verwaltungsratsmitgliedern es noch mal deutlich vermitteln, daß die Unzufriedenheit hoch ist.

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  4. Eine starke Unterstützung der Mitarbeiter durch die Gewerkschaft Verdi waere wuenschenswert. Vom Besuch des Vorsitzenden wurde vom Staatstheater ein freundliches Foto veröffentlicht, Alle strahlen, es soll wohl den Eindruck erwecken, im Hause herrscht Harmonie.

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    1. Nicht nur Verdi ist gefordert. Da hat man einen OB von der SPD, aber eine sozialdemokratische Agenda fehlt.

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  5. Herrlich, der heutige Bericht in den BNn klingt so, als haette der Verwaltungsrat von sich aus die vorzeitige Vertragsverlaengerung auf die Tagesordnung genommen.

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    1. Ich bin noch unterwegs und erst am Wochenende wieder in KA. Kann die BNN etwas Konkretes berichten?

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  6. Habe Ihnen den BNN Bericht an Ihre Mailadresse gesandt, hoffe Sie haben unterwegs Zugriff.

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  7. Hatte zu dem BNN Bericht eine sachliche Leserzuschrift geschrieben, wurde von den BNN leider nicht veröffentlicht.

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    1. Ein drängendes Thema ist die Theaterleitung tatsächlich nicht, stadtpolitisch interessiert das wenige, Intendant Spuhler ist ein lokaler B-Promi, erst gestern war in der BNN anläßlich des Pressekonferenz zu den Besucherzahlen die Bestätigung, daß tatsächlich über die Verlängerung gesprochen wird. Evtl. war ihr Brief einfach zu früh. Ob die BNN diese Personalie wirklich diskutieren will, kann man bezweifeln ....

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