Sonntag, 24. Juni 2018

Vorschau: Opern-Galas 2018/2019

Kein anderes Abo scheint unter der Spuhlerschen Herabwirtschaftung stärker gelitten zu haben, als die vier Opern-Galas. Die sehr gut besetzte gestrige Aufführung von Roméo et Juliette könnte von der Anzahl der zahlenden Zuschauer einen neuen Tiefstand erreicht haben, so überschaubar wenige Zuhörer sollen dabei gewesen sein.

Für die kommende Saison hat man sehr gute Namen auf der Liste. Ob's hilft, verlorenes Vertrauen zurück zu gewinnen, darf man hoffen und muß es doch bezweifeln. Was Intendant Spuhler gleichgültig und desinteressiert über Jahre angerichtet hat, wirkt nach. Auch das ist ein Grund, wieso 2021 ein neuer Intendant notwendig ist.

Tosca:
Tosca - Martina Serafin
Scarpia - Lucio Gallo

Anna Bolena:
Anna Bolena - Elena Mosuc
Percy - Ismael Jordi

Elektra:
Elektra - Catherine Foster
Klytämnestra - Agnes Baltsa

Roberto Devereux:
Elisabetta - Joyce El-Khoury
Nottingham - Franco Vassallo

Kommentare:

  1. Wie man heute in den BNN lesen konnte war die Gala Roméo et Juliette schwach besucht, bei mäßigem Applaus. Auch gab es zwei Umbesetzungen, erstaunlich, es wurde weder in Facebook noch auf der webside vorher darauf aufmerksam gemacht, dies ist ansonsten immer der Fall. Auch nach der Aufführung gab es diesmal nicht die übliche Selbstbeweihräucherung. Man schweigt diesmal lieber aus verständlichem Grund. Für die kommenden Galas hat man diesmal sehr gute Namen ausgewählt, hoffentlich gibt es da nicht dann kfr. Änderungen, ist vermutlich ratsam, erst spät Karten zu bestellen.

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    1. Vielen Dank für Ihren Kommentar. Die Gala war zwar schlecht besucht, die Gäste waren aber exzellent gewählt und hätten einen würdigeren Rahmen verdient als eine konzertante Aufführung. Allerdings hat Intendant Spuhler jahrelang auf etwas abgetakelte Gäste ohne Glamour-Faktor gesetzt, in der Folge haben viele Opernfreunde Karlsruhe nicht mehr auf dem Radar und das Interesse verloren, eine konzertante Aufführung macht es nicht attraktiver.
      Absagen gab es schon immer und wird es immer geben, die Kunst liegt darin, eine tolle Alternative zu bekommen. Das gelang dem Intendanten auch nicht - von Gala ist nichts mehr übrig, die Stimmung beim Publikum ist im Keller.

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  2. Lassen wir bei aller berechtigten Kritik an der Intendanz doch mal die Kirche im Dorf: die einzige "Umbesetzung" war die des Mercutio, sie stand schon seit längerem in der Besetzungsliste und der Ersatz war immerhin von der Deutschen Oper, der seine Sache ausgesprochen gut gemacht hat. Und sind wir doch mal ehrlich: neben den beiden Titelpartien sind alles andere doch Salatbeilage. Die beiden Stars kamen, sangen und siegten. Mäßig war der Applaus keinesfalls, enthusiastisch auch nicht. Aber das könnte eben auch an der geringen Besucherzahl liegen, die wiederum mit dem Länderspiel zusammenhängt. Ich habe am Staatstheater selten so viele "Kulturwitwen" gesehen wie am Samstag.... (Florian Kaspar)

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    1. Vielen Dank für den Hinweis auf die "Kulturwitwen". Die Stars waren da, die Umbesetzung einer Nebenrolle ist nebensächlich und vernachlässigbar, einer Ankündigung bedarf es auch meines Erachtens nicht.

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  3. Möchte Ihnen einen interessanten Link senden "Klassik im TV", jeweils Vorschau für 1 Monat.

    https://www.klassikkalender.de/klassische-musik-im-tv/

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  4. Für Viele eine Überraschung ,Agnes Baltsa singt noch!?

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    1. Ich habe Baltsa nie live gehört, als Klytämnestra kann das funktionieren, die Rolle ist prädestiniert für reife Ausdrucksstimmen.

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  5. Frau Baltsa ist Jahrgang 1944. Im Okt 2017 triumphierte sie immerhin noch in Elektra bei der Eröffnung der
    Griechischen Nationaloper.

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  6. Nachstehende Link zu den Eintrittspreisen der neuen Spielzeit.

    http://spielzeit18-19.staatstheater.karlsruhe.de/karten/preise/

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